Benutzername: Passwort:

Haben Sie Ihre persönlichen Daten vergessen?

 

bei der JVO suchen


 

Der Uhu soll wieder nach Mittelhessen

 

KREIS GIESSEN - (red). Die Jägervereinigung Oberhessen will den Uhu zurück nach Oberhessen bringen. In enger Zusammenarbeit mit der Greifvogelwarte Feldatal startete der Verein jetzt ein Auswilderungsprojekt, mit dem die einst fast ausgerottete größte europäische Eule in Mittelhessens Wäldern angesiedelt werden soll. Ziel des Projektes ist es zum einen, eine durch die Verfolgung des Uhus unbesetzte Nische im Lebensraum Wald wieder zu füllen. Zum anderen wollen die Jäger der rasanten Zunahme von Fuchs und Waschbär entgegenwirken.

 

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -

Der Uhu soll in mittelhessischen Wäldern wieder ansässig werden.
Foto: red

 

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war der „König der Nacht“ vom Aussterben bedroht. Die Menschen bekämpften den Uhu, sie sahen in ihm einen Nahrungskonkurrenten und Unglücksbringer. Es hieß, wenn man die sogenannte Adlereule mit ausgebreiteten Flügeln an Scheunentore nagele, schütze dies die Gebäude vor Blitzschlag und Verzauberung.

Längst ist man eines Besseren belehrt. Heute weiß man, dass der Uhu als Beutegreifer eine wichtige Rolle in der heimischen Fauna spielt. „Seit Anfang der 70er Jahre unternimmt man in Deutschland Bemühungen zur Wiederansiedlung des Uhus, die inzwischen auch Erfolge zeigen“, sagt Helmut Nickel, Vorsitzender der Jägervereinigung Oberhessen. „Dahinter steckt allerdings viel Engagement und ein hoher Zeitaufwand. Die Erfolge sind nur möglich durch die künstliche Aufzucht, Auswilderung und eine Bewachung der Brutplätze.“ Zudem eigne sich nicht jeder Uhu zum Auswildern. Die Jägervereinigung Oberhessen, speziell ihr Ausschuss für Naturschutz und Biotoperhaltung, arbeitet bei dem aktuellen Auswilderungsprojekt in engem Schulterschluss mit der Greifvogelwarte Feldatal. Wo genau die Uhus in Kürze in die freie Wildbahn entlassen werden, bleibt vorerst geheim. „Die Vögel sollen sich von Neugierigen unbehelligt in ihre neue Umgebung einleben können“, erklärt Nickel. Geplant ist, zunächst zwei Uhus auszuwildern und ihnen je nach Projekterfolg weitere folgen zu lassen.

Mit einer Größe von 60 bis 75 Zentimetern und einer Flügelspannweite von bis zu 1,80 Meter ist der Uhu der größte europäische Eulenvogel. Die Jagdzeit des Beutegreifers reicht von der Dämmerung bis zum Sonnenaufgang. Er schlägt beispielsweise Krähen, Ratten, Mäuse, Feldhasen, Jungfüchse und eben auch Waschbären. „Waschbären wie auch Füchse haben hierzulande außer Infektionen keine natürlichen Feinde mehr“, betont Nickel. „Ihre Populationen nehmen deshalb stetig zu, was sich wiederum nachteilig auswirkt auf die Bestände ihrer jeweiligen Beutetiere, seien es Hasen, Bodenbrüter oder Singvögel.“

 

Gießener Anzeiger

28.06.2014

 

 


 weiter zu >> Gießener Wildtiermediziner auf Exkursion mit Jägern  oder zurück zu Die etwas andere Jägervereinigung <<  - - - wechseln zur übergeordneten Seite Presse 2014


Unterpunkte dieser Seite:

Jägervereinigung Oberhessen e.V. - Verantwortung für Wild und Natur
© 2010-2011 JVO  ~ Impressum ~