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Resolution gegen „zügellosen Naturverbrauch“ 

Oberhessische Jägervereinigung zog Bilanz – Kritik an Geochaching, Crossfahren und Windkraft im Wald 

 

Durch den „zügellosen Naturverbrauch“ des Menschen werden die Einstandsgebiete der Wildtiere „erheblich gestört“. So sieht es die Oberhessische Jägervereinigung, die sich jüngst zu ihrer Hauptversammlung in der Hungener Stadthalle traf. Im Jahresrückblick wurde unter anderem die Resolution erwähnt, die die Oberhessische Jägervereinigung gemeinsam mit der Jägervereinigung Lauterbach an den Landesjagdverband gerichtet hat. Zudem standen Ehrungen auf der Tagesordnung.
 
 
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 Helmut Nickel verleiht Horst Metzger und Ekkehard Kreuzer die Ehrennadel des
 Landesjagdverbands.
 
 

Die Jägervereinigung Oberhessen habe die Ziele als gemeinnütziger Verein nie aus den Augen verloren, bilanzierte Vorsitzender Helmut Nickel. Die Aus- und Fortbildung von Jägern – erfolgreiche hatten beim Hubertusfest den Jägerschlag oder die Falknerweihe erhalten – fanden ebenso statt, wie Kettensägenlehrgänge, Schießübungen und die Arbeit mit den Hunden, denen wieder Brauchbarkeits- und Bringtreueprüfungen abgenommen wurden.

 

Besucht wurde die Fuchswoche der Hegegemeinschaft Mücke und das Bläsertreffen des Parforcehorncorps anlässlich dessen 40. Jubiläums. Die Jagdhornbläser eröffneten das Schäferfest in Hungen, in welchem Rahmen die Hundegruppe mit 27 Tieren im Festzug mitlief. Auch die erste Hubertusmesse der Jägervereinigung in Freienseen wurde von den Jagdhornbläsern unter der Leitung von Klaus Lindenstruth eröffnet.

Der Ehrenpreis für Tierschutz wurde im April an die Projektgemeinschaft „Wildretter“ vergeben, die zwischen 2008 und 2011 verschiedene Technologien zur Wilderkennung und Rettung entwickelt und auf ihre Tauglichkeit in der Praxis geprüft hatte. Der Ehrenpreis für Naturschutz wurde an die HR-Redaktion „Hessenreporter“ und an den Jäger Georg Sauer verliehen, der im Biosphärenreservat Rhön als Ranger tätig ist. Ausgezeichnet wurde die Reportage „Mit dem Wildhüter in der Rhön“, insofern sie einen Beitrags zur Anerkennung der „regulierenden Hand des Jägers“ leistete.

 

VERDIENSTE UM JAGD UND WEIDWERK

 

24 Teilnehmer besuchten das Seminar in dem Lardenbacher Revier, in dem das Verhalten bei Anschüssen im Fokus stand. Gut besucht war eine Veranstaltung zur Entnahme von Trichinenproben, die das Veterinäramt Gießen in der Gallushalle Grünberg angeboten hatte. Die Vereinsmeisterschaft im jagdlichen Schießen gewann Harald Blasl aus Reiskirchen, gefolgt von Claudia Schott (Pohlheim) und Klaus Schmidt (Laubach).

Rund um die Themen Jagd, Naturschutz, Wildbrethygiene usw. informierte wieder die Jahresbroschüre des Vereins.

Unter dem Gesichtspunkt „Umfeld der Jäger“ war es kein gutes Jahr für die Jäger.

Als Stichworte nannte Nickel das „Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Zwangsmitgliedschaft in den Jagdgenossenschaften“, Windkraft im Wald, Querfeldein-Fahrradfahren und die in Mode kommende moderne Variante der Schatzsuche, das Geocaching. Diese Nutzungsformen störten das Wild erheblich in seinem Lebensraum, kritisierte der Vorsitzende. Aus diesem Grunde habe man gemeinsam mit der Jagdgenossenschaft Lauterbach eine Resolution beim Landesverband eingereicht, in der Hoffnung, dass diese Aktivitäten stärker reglementiert werden.

Eine Ehrenurkunde samt Treuenadel für 40-jährige Mitgliedschaft im Deutschen Jagdschutzverband erhielt Heinz-Ewald Franke. Ehrennadeln des Landesjagdverbandes Hessen erhielten für besondere Verdienste um Wild und Waidwerk Ekkehard Kreuzer (Wettenberg) und Horst Metzger (Langgöns). 

 
 
Giessener Allgemeine
10.04.2013
 
 
 

 


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