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Die Rücksichtslosigkeit wird immer größer 

Waldbesitzer und Jäger fordern: Radfahren und Reiten im Wald auf feste Wege beschränken 

 

Gießen (bf). Waldbesitzer und Jäger fordern das Radfahren und Reiten im Wald. Ausnahmen von diesem „Wegegebot“ sollen jedoch nach Absprache zwischen Waldbesitzern und den Interessenverbänden dieser Freizeitsportler möglich sein.

Auf diese Forderung des Waldbesitzerverbandes zur bevorstehenden Novellierung des Waldgesetzes macht Helmut Nickel aus Grünberg, Vorsitzender der Jägervereinigung Oberhessen, aufmerksam.

„Speziell Mountainbiker legen nach Gutdünken in ruhigen Waldgebieten sogenannte Downhill- und Singletrails an und missachten damit die Lebensansprüche vieler frei lebender Tiere und seltener Pflanzenarten“, sagte Michael Freiherr von der Tann, Präsendet des hessischen Waldbesitzerverbandes. Beim Befahren dieser Strecken würden oft Waldbewohner wie Greifvögel, Eulen und der vom Aussterben bedrohte Schwarzstorch „nachhaltig gestört“. Zugleich würden Maßnahmen von Waldbesitzern, Naturschützern und Jäger unterlaufen, „die zur Erholung bestandsbedrohten Arten geführt haben“.

 

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -

Radfahren im Wald nur auf befestigten Wegen und Rücksichtnahme auf
Tiere, das fordern Waldbesitzer und Jäger  (Foto: no)

 

Durch das unkontrollierte Befahren des Waldes werden laut Waldbesitzer-Präsident auch seltene Pflanzenarten zerstört und die Bodenerosion gefördert. „Fast 20 Prozent der Pflanzen, die im Wald vorkommen, stehen auf der Roten Liste und gelten als gefährdet“, betonte von der Tann. Besonders problematisch sei, dass diese Mountainbike-Pfade rasch auch von Reitern und anderen Freizeitsportlern genutzt und die Waldgebiete immer stärker durch „Verkehrswege“ zerschnitten würden. „Das erschwert die forstwirtschaftliche Nutzung. 

Die Zahl der Freizeitsportler und der Sportarten habe im Wald in den letzten Jahren stark zugenommen. Durch die vermehrten Störungen würden Wildtiere wie Hirsche und Rehe in dichte junge Baumbestände verdrängt.  

„Es ist paradox – je mehr von Tierschutz und Rechte für Tiere geredet und geschrieben wird, umso rücksichtsloser geht der Mensch bei seinen Freizeitvergnügungen mit den Lebensräumen der Wildtiere um“, meint Nickel. Die Jägervereinigung Oberhessen propagiere schon seit 2004 den Slogan „Der Wald ist Wohnung, der Mensch ist Gast“ und versuche damit, den Anspruch der Wildtiere auf geschützte Lebensräume zu erklären. Die Rücksichtslosigkeit werde jedoch immer größer und man dürfe sich nicht wundern, wenn der Gesetzgeber nun einschreiten müsse.

Jäger und Waldbesitzer respektierten das grundsätzliche Recht der Bevölkerung zur Erholung im Wald. Deshalb seien sie auch  bereit, gemeinsam mit den Mountainbikern spezielle Trails auszuweisen. Zugleich müssten Freizeitsportler die Ansprüche des Natur- und Artenschutzes und die Rechte der Waldeigentümer und Jäger respektieren. 

 

Giessener Allgemeine
28.07.2012

 

 

 

 


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