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Daheim zehnmal gefährlicher als auf der Jagd 

Vorsitzender der Jägervereinigung Oberhessen macht zur beginnenden Saison auf Untersuchungen und Warnhinweise aufmerksam

 

Absperrbänder auf Waldwegen und Warnschilder im Wald, die auf Gefahren hinweisen, irritieren in der herbstlichen Hauptjagdsaison manchen Waldbesucher. Auch die konzentrierte Anzahl von Jägern und Treibern, die orangefarbene Jacken oder Westen tragen, signalisieren „Gefahr“. Doch ist die Jagd wirklich so gefährlich? „der Durchschnittsdeutsche lebt in den eigenen vier Wänden zehnmal gefährlicher als der Jäger bei der Jagd“, weiß der Vorsitzende der Jägervereinigung Oberhessen, Helmut Nickel.

 

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Ob als Autofahrer oder Fußgänger - bei diesen Hinweis-
schildern sollte man vorsichtig sein. 

 

 

Für 2010 seien im Archiv der Deutschen Presseagentur genau drei tödliche Jagdunfälle mit der Waffe verzeichnet. Bei 351000 Jägern liege damit die Wahrscheinlichkeit, als Jagdbeteiligter tödlic zu verunglücken bei 0,00085 Prozent, rechnet Nickel vor. Hingegen lag das Risiko, im Hausbereich tödlich zu verunglücken, bei etwa 0,009 Prozent (7500 tödliche Unfälle bei 81 Millionen Deutschen). Kurzum: Der Durchschnittsdeutsche lebt in den eigenen vier Wänden zehnmal gefährlicher als der Jäger bei der Jagd.

„Auch auf der Straße, ja sogar beim Bergwandern, geht es ebenfalls risikoreich zu“, weiß Nickel weiter zu berichten. 2010 habe es 3648 Verkehrstote bei 54 Millionen Führerscheininhabern gegeben. Die Wahrscheinlichkeit, als Verkehrsteilnehmer zu sterben, liege demnach bei 0,007 Prozent. Autofahren sei etwa achtmal gefährlicher als die Jagdausübung. Bergwandern sei immerhin fast fünfmal gefährlicher als Jagen: 45 der rund 900000 Mitglieder des Deutschen Alpenvereins verunglückten 2010 tödlich.

„Für Jäger gelten bei der Jagd strenge Unfallverhütungsvorschriften, die beispielsweise Warnkleidung in Signalrot vorschreiben“, fährt Nickel fort. Hochsitze dienten ebenfalls der Sicherheit, denn durch die erhöhte Position des Schützen gehe ein abgegebener Schuss in  Richtung Boden.

Nickel bittet Waldbesucher Warnhinweise zu beachten. Rot umrandete Dreiecke mit Aufdrucken wie „Treibjagd“ oder „Vorsicht Jagd“ machten am Wegesrand auf Gemeinschaftsjagden ebenso aufmerksam wie Absperrbänder oder Jäger mit Warnflaggen an Straßenrändern. Die so markierten Flächen sollten zur eigenen Sicherheit nicht betreten werden und auf Straßen entlang des Jagdgebietes sollten Autofahrer die Geschwindigkeit drosseln, weil trotz aller Sicherheitsmaßnahmen unverhofft Tiere die Straße überqueren könnten.   

 

Gießener Anzeiger

05.10.2012 


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