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Asiatische Gäste im heimischen Wald

Besuch bereitet deutschen Marienkäfern wenig Freude

 

Wohl kaum einem anderen Insekt wird so viel Sympathie entgegengebracht, wie dem Marienkäfer. Der kleine, rote Käfer mit den schwarzen Punkten gilt als Glücksbringer und ist als Schädlingsbekämpfer im Gartenbau und in der Landwirtschaft sehr willkommen.  „Leider ist der Glücksbringer selbst nicht unbedingt vom Glück verfolgt“, stellt der Vorsitzende der Jägervereinigung und Jagdpächter Helmut Nickel fest und berichtet von einer überraschenden Entdeckung. 

Während der Fuchsjagdperiode entdeckte er beim Öffnen einer Hochsitztür im Türrahmen eine Kolonie  von Marienkäfern, die dort ihr Winterquartier bezogen hatten. Um die Tierchen nicht zu stören, schloss er wieder die Tür und suchte einen anderen Hochsitz auf. Aber die Gedanken kreisten immer wieder um die Entdeckung. Waren die Käfer denn nicht unterschiedlich gefärbt?

 

 

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Ein zweiter Blick am anderen Tag verschaffte Gewissheit. Diese Marienkäfer waren am Kopf anders gezeichnet als die heimische Variante und hatten anstatt 7 schwarze Punkte 19 Punkte und mehr auf den Deckflügeln. Die Deckflügel waren tatsächlich unterschiedlich gefärbt. Es gab nun keinen Zweifel mehr, es handelte sich bei dieser Kolonie eindeutig um den asiatischen Marienkäfer, der nur auf den ersten Blick genauso aussieht, wie die heimische Variante.

 

 

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 Die asiatischen Käfer haben 19 Punkte, die deutschen sieben.

 

„Die asiatischen Käfer sind erst seit 1999 in Deutschland in der Natur unterwegs, nachdem sie gezielt zur Bekämpfung von Blattläusen eingeführt worden waren“, fährt Nickel fort. Seither haben sie sich rasend ausgebreitet und gelten auch als widerstandsfähiger als die heimischen Arten – mit der Folge, dass in den USA innerhalb von nicht einmal 100 Jahren die heimischen Arten verdrängt worden sind. „Vor diesem Hintergrund sollte man ernsthaft darüber nachdenken, ob Spritzmittel nicht die geeignetere Variante gegenüber dieser biologischen Lösung gewesen wären“, meint Nickel. 

 

Giessener Anzeiger

21.03.2012


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