Benutzername: Passwort:

Haben Sie Ihre persönlichen Daten vergessen?

 

bei der JVO suchen


 

Anteil der Frauen unter den Jägern wächst stetig 

Helmut Nickel von der Jägervereinigung Oberhessen interpretiert eine Erhebung des Deutschen Jagdschutzverbandes 

Aus welchem sozialen Umfeld kommen die Jäger? Was sind die Motive der Bewerber, den Jagdschein zu machen? Zur Freude von Helmut Nickel aus Stockhausen bei Grünberg, des Vorsitzenden der Jägervereinigung Oberhessen, hat der Deutsche Jagdschutzverband mit einer bundesweiten Umfrag „erstmals den angehenden Jägerinnen und Jägern ein Profil gegeben“. Das wichtigste Ergebnis der Erhebung, so Nickel: Die heutige Jägergeneration komme direkt aus der gesellschaftlichen Mitte. Sein Umkehrschluss: „Die Jägerprüfung ist kein Privileg für Reiche!“ Das berufliche Umfeld der Prüfungskandidaten bei der Jägervereinigung Oberhessen decke sich im Wesentlichen mit der deutschlandweiten Umfrage des Deutschen Jagdschutzverbandes. 

 

 - es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -

             H. Nickel

 

„In zwei Punkten weicht unsere Statistik leicht von der Umfrage des DJV ab“ erklärte der Vorsitzende der Jägervereinigung gegenüber der heimischen Presse. Gemäß DJV-Umfrage kämen mehr als 70 Prozent der Aspiranten aus dem ländlichen Raum, während aus den Städten mehr Frauen stammten. Dies sei bei der Jägervereinigung Oberhessen nicht der Fall. Etwa 90 Prozent der Jagdscheinbewerber seien – unabhängig vom Geschlecht – im ländlichen Raum angesiedelt.

Werde die Jagd im öffentlich vernehmbaren Meinungsbild zuweilen als Privileg für Reiche angesehen, könne dies mit der DJV-Umfrage widerlegt werden. Nickel: „Vom Elektrotechniker über den Bürokaufmann bis hin zum Arzt sitzen nahezu alle Berufsgruppen in den Vorbereitungskursen“. Mit 25 Prozent die größte Gruppe stellten die Dienstleistungsberuf dar, darunter Erzieher, Friseure, Krankenschwestern oder Lehrer. Schüler und Studenten (17 Prozent) sowie Techniker, Anlagen- und Maschinenbauer (16 Prozent) und Handwerker (13 Prozent) seien ebenfalls stark vertreten bei den Jagdscheinbewerbern. Zudem Landwirte, Beamte, Wissenschaftler und Bürokräfte. „Bei der letztgenannten Gruppe weicht die Statistik der „Oberhessen“ wieder von der nationalen Umfrage ab“. Dafür komme in seinem Verein eine nicht unwesentliche Anzahl Rentner und Pensionäre hinzu, die mit Erfolg die Jägerprüfung abgelegt hätten. Vom 14-jährigen Schüler bis zum 82-jährigen Rentner treffen sich alle Generationen in den Kursen zur Jägerprüfung. Insgesamt liegt der Altersdurchschnitt der befragten Frauen und Männer bei 35 Jahren.

Frauen und Männer seien sich einig in der Jagd-Motivation: Sei seien gerne in der Natur, sagten über 85 Prozent der Befragten. Angewandter Naturschutz und Freude an der Jagd sind etwa für drei Viertel der Befragten auf Platz zwei und drei. Der feine Unterschied der Geschlechter zeigt sich auf Platz vier der Motive: Männer gaben hier an, sich für die Jagd zu interessieren, weil sie gerne Wild essen (57 Prozent), Frauen hingegen kommen häufig über die Hundeausbildung zur Jagd (62 Prozent).

In den vergangenen 30 Jahren ist die Zahl der Jagdscheininhaber um fast zehn Prozent auf über 350 000 gestiegen. Gleichzeitig wuchs der Anteil der Jägerinnen: Vor 20 Jahren war nur ein Prozent der Jagdscheininhaber Frauen. Derzeit sind es zehn Prozent. In den vom DJV befragten Jungjägerkursen hatte der Frauen-Anteil 20 Prozent betragen.

Das Ergebnis der Umfrage ist im Internet bei  www.jaegervereinigung-oberhessen.de / Jägerprüfung / Statistik einsehbar. 

 

Gießener Allgemeine

18.02.2012


 weiter zu (no next)  oder zurück zu „Die Jagd ist kein Privileg für Reiche“ <<  - - - wechseln zur übergeordneten Seite Presse 2012


Unterpunkte dieser Seite:

Jägervereinigung Oberhessen e.V. - Verantwortung für Wild und Natur
© 2010-2011 JVO  ~ Impressum ~