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Nur gucken und auf keinen Fall anfassen

Jägervereinigung Oberhessen: Tierkinder in der Natur nur vermeintlich alleingelassen 

 

(red). Ob junge Hasen, Rehkitze oder Vogelküken - ab Ende April verwandeln sich Feld und Flur in eine große Kinderstube. Die Jägervereinigung Oberhessen bittet alle Naturfreunde während der Brut- und Setzzeit um erhöhte Rücksichtnahme. In keinem Fall sollten Spaziergänger vermeintlich allein gelassene Jungtiere anfassen. Das schreckt die Muttertiere ab und macht Kitz und Co. tatsächlich zu Waisen. 

 

 

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -

Rehkitze in einer Wiese. Bei aller Niedlichkeit der Tierkinder gilt für den Mensch immer: Nicht anfassen. Foto: privat   

 

 

Der gut getarnte Nachwuchs von Reh und Hase verbringt natürlicherweise die ersten Tage mutterseelenallein im hohen Gras, regungs- und nahezu geruchlos. Nur zum Säugen erscheint die Mutter. Was beim Menschen ein Fall fürs Jugendamt wäre, bietet in der Natur optimalen Schutz vor Fressfeinden wie dem Fuchs. Die Elterntiere beobachten ihren Nachwuchs übrigens meist aus sicherer Entfernung, um keine Räuber anzulocken.

In Sachen Nachwuchspflege ist Tier eben nicht gleich Mensch. Die Jägervereinigung empfiehlt Naturliebhabern, bei ungewöhnlichen Beobachtungen direkt einen Jäger in der Nähe zu informieren. Dieser kann die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Stöbernde Hunde können in der Brut- und Aufzuchtzeit viel Schaden anrichten. Denn hochträchtige Rehe sind bei Weitem nicht mehr schnell genug, um erfolgreich vor ihnen flüchten zu können. Rehkitze, junge Hasen oder Vogelküken sind ebenfalls leichte Beute. Die Jägervereinigung Oberhessen bittet daher Hundebesitzer, sich gerade in der Brut- und Setzzeit bis Ende Juni nur auf ausgewiesenen Wegen aufzuhalten und Hunde anzuleinen. 

 

Giessener Anzeiger

03.05.2011

 

 


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