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Naturschutz-Ehrenpreis für Dieter Seip - Ehrung für Betreiber eines Biomasse-Hofs

 

 

(cvg). Mit besonderen Ehrenpreisen halte man sich zurück, erklärte der Vorsitzende der Jägervereinigung Oberhessen während der turnusmäßigen Mitgliederversammlung. Dennoch sei es wichtig, Menschen zu animieren, etwas für den Naturschutz zu tun. Deswegen habe sich die Jägervereinigung Oberhessen entschlossen, Dieter Seip aus Langgöns mit dem Ehrenpreis für Naturschutz auszuzeichnen. Seip, der stellvertretender Jagdvorsteher in Langgöns und zudem Pferde- und Landwirt sei, betreibe einen Biomassehof. Vor dem Hintergrund, dass viele „Jäger und andere Naturschützer“ in der Energiegewinnung durch Biomasse-Kraftwerke Artenschwund und unbezahlbare Wildschäden befürchteten, habe die Auszeichnung Seips einen ganz besonderen Wert.

 

 

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -

                                 Umrahmt vom zweiten Vorsitzenden Ekkehard Kreuzer (l.) und dem Vorsitzenden Helmut Nickel,
                                 freut sich Dieter Seip über den Ehrenpreis für Naturschutz, den ihm die Jägervereinigung Oberhessen
                                 verliehen hat. Foto: v. Gallera 

 

 

Seip habe mit seiner Kurzumtriebsplantage eine Alternative zu Mais- und Steppengras zur Gewinnung von Biomasse für die Energieerzeugung geschaffen, die gerade in den Wintermonaten eine ideale Deckung für Niederwild bedeute. Mit seiner Pferdepension, die 40 Pferden Platz biete, habe Seip ebenfalls gezeigt, dass ein „harmonisches Zusammenspiel zwischen Jagdbetrieb und Reitsport“ möglich sei. Dies alles sei ein Grund, Seip den Ehrenpreis zu verleihen und damit ein Zeichen zu setzen.

Als gelungen bezeichnete der jagdpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im hessischen Landtag, Frank Sürmann, den gemeinsamen Entwurf für ein neues hessisches Jagdrecht von CDU und FDP. Sürmann war als Gastredner zur Versammlung gekommen. Wie Sürmann sagte, würden durch das neue Jagdrecht zahlreiche Forderungen aufgegriffen, einerseits aus dem Bereich des Naturschutzes, zum anderen etwa in den Anforderungen an die Jagdhundeausbildung, die Fütterung des Schalenwilds in Notzeiten aus tierschutzrechtlicher Perspektive oder die Anpassungen der Jagdzeiten an wildbiologische Grundlagen. Den Entwurf hatte Sürmann gemeinsam mit dem jagdpolitischen Sprecher der CDU, Dr. Walter Arnold, auf den Weg gebracht.

Nickel ließ das vergangenene Jahr Revue passieren. Er machte in seinem Rückblick deutlich, dass sowohl die Schießausbildung der Jäger wie auch die aktive Mitwirkung der Schulen an Tierschutzprojekten ein zentrales Anliegen der Oberhessenjäger seien. Er belegte dies mit den Ergebnissen aus Vereinsmeisterschaften, Freundschaftsschießen oder offenen Übungsschießen.

Mit Blick auf den Jugendreport Natur 2010, wonach das Naturwissen der Jugend „erschreckend“ und „extrem mangelhaft“ sei, sprach Nickel davon, dass „Ferien auf dem Bauernhof“ selten geworden seien, genauso Spiele im Wald oder Gartenarbeit. Dem habe man mit dem Projekt „Yeah, wir retten Rehkitze“ etwas entgegensetzen wollen. Als Beispiel nannte Nickel die Martin-Luther-Schule in Buseck und die Mittelpunktschule Oberer Hüttenberg in Kirchgöns. Die Schulkinder hatten jeweils am Vorabend der Silagemahd selbst gebastelte Windräder aufgestellt, die mit ihrem Geklapper Rehe veranlassten, ihren Nachwuchs in Sicherheit zu bringen und so vor der Gefahr retteten, vom Mähwerk erfasst zu werden.

Als weitere Höhepunkte nannte Nickel die Beteiligung an der historischen Darstellung „Siebenjähriger Krieg“ auf dem Gleiberg und die Tatsache, dass mit Amelie Pausch aus Wettenberg sich die erste Frau in der Jägervereinigung Oberhessen zur Falknerin habe ausbilden lassen. Sie sei damit überhaupt das erste Mitglied, das über den Verein den Falknerschein erworben und die Ausbildung durchlaufen habe.

 

Giessener Anzeiger

11.04.2011

 


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