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Oberhessische Falknerin aus Wettenberg

Amelie Pausch hat jetzt ihre Prüfung erfolgreich absolviert - Jägervereinigung ist stolz auf die 22-Jährige

 
Falknerin Amelie Pausch mit dem europäischen Uhu "Ted" 
 
 
Dass Frauen immer mehr in alte Männerdomänen eindringen, ist nicht neu. Auch beim Jägerhandwerk hat sich das weibliche Geschlecht erfolgreich etabliert. Nun hat sich bei der Jägervereinigung Oberhessen auch eine Frau der Falknerei verschrieben. Amelie Pausch (Wettenberg) ist nicht nur die erste Frau, sondern die erste Teilnehmerin überhaupt, die über die Jägervereinigung Oberhessen zur Falknerin ausgebildet wurde und damit den Falknerschein erworben hat. Auch die Jägerprüfung hatte die 22-Jährige im vergangenen Jahr bei der Jägervereinigung Oberhessen erfolgreich absolviert und dabei ihre Liebe zu den Greifvögeln entdeckt.
 
Der Vorsitzende der Jägervereinigung, Helmut Nickel, ließ es sich nicht nehmen, Amelie Pausch zu beglückwünschen und seine Anerkennung für ihre Courage auszusprechen. „Obwohl das Falknerhandwerk Tradition hat, gibt es im Bundesland Hessen leider keine Möglichkeit, die Falknerprüfung abzulegen. Dies scheitert schon an der fehlenden Prüfungsordnung“, bedauert Nickel. Nachdem man schon seit 2005 erfolgreich mit der Jagdschule Blatt bei der Jägerprüfung zusammenarbeite, habe man die Initiative ergriffen und biete seit diesem Jahr auch gemeinsam eine Falknerausbildung an. Für die Praxisausbildung steht fachkundiges Personal vom Greifvogelpark Saarburg zur Verfügung.
 
Nickel hofft, dass noch andere Interessenten dem Beispiel von Amelie Pausch folgen: „Die Jagd mit dem Falken, Beizjagd genannt, ist wohl eine der ursprünglichsten Formen der Jagd, bei der sich der Mensch ein Tier zur Erlegung der Beute zunutze macht. Bereits vor tausenden von Jahren haben unsere Vorfahren mit Hilfe von Greifvögeln ihre tägliche Nahrung erlegt und somit ihr Überleben gesichert. Der Vorteil der Beizjagd liegt darin, dass diese auch in Bezirken durchgeführt werden kann, in denen das Jagen mit der Waffe verboten, oder nicht möglich ist.“
 
Was dabei gejagt wird, richtet sich immer nach den Möglichkeiten des „Beizvogels“. Das muss nicht immer ein Falke sein. Sehr oft werden auch Habicht, Adler und Uhu geführt.
 
Amelie Pausch hat sich als Falknerin Ziele gesetzt und will unter anderem auch verletzte Greifvögel aufpäppeln und wieder an die Natur zurückgeben.

 

Giessener Anzeiger
03.08.2010

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