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Kinder wieder für die Natur begeistern

 

Studie bewertet Kenntnisse als extrem mangelhaft - Oberhessische Jägervereinigung organisiert Projekt zum Schutz der Rehkitze

 
(rsl). Das Ergebnis des Jugendreports Natur 2010 ist erschreckend. Das Naturwissen der Jugendlichen ist extrem mangelhaft. Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Rainer Brämer, Natursoziologe an der Universität Marburg, nach der Befragung von 3000 jungen Menschen aus sechs Bundesländern. Dagegen wollen die oberhessischen Jäger etwas tun.
Nach Brämers Feststellungen hat das Naturbild der jungen Generation gravierende Änderungen erfahren. Eigene Erfahrungen könnten die Kinder und Jugendlichen kaum mehr sammeln. Aktivitäten wie Ferien auf dem Bauernhof, Gartenarbeit oder Spielen im Wald seien selten geworden und die Grundlagen einer nachhaltigen Naturnutzung nicht mehr präsent. Das Bewusstsein, dass alle Lebensmittel und auch alle Konsumgüter aus der Natur kommen, sei nur noch schwach ausgeprägt.
Jägerinnen und Jäger stellen die Auswirkungen dieser Entwicklung immer wieder in der Praxis fest. „Das Bewusstsein, dass die Natur ein vielseitiger, sensibler Lebensraum und Kinderstube von vielen Lebewesen ist, scheint völlig abhanden gekommen zu sein“ stellt der Vorsitzende der Jägervereinigung Oberhessen, Helmut Nickel, fest. Die Natur werde immer mehr als großer Abenteuerspielplatz gesehen.
„Die Studie von Dr. Brämer hat uns in der Auffassung bestätigt, dass der erhobene Zeigefinger nicht viel bringt, wenn das Verständnis für natürliche Dinge nicht vorhanden ist“, fährt Nickel fort. Man habe daher mit dem Ausschuss für Naturschutz in der Jägervereinigung Oberhessen ein Projekt „Yeah, wir retten Rehkitze“ gestartet, mit dem die aktive Einbindung von Kindern in den Tierschutz und die Sensibilisierung der Kinder für die Schutzbedürftigkeit unserer Natur gefördert werden soll. Die Kinder lernen dabei Lebensräume kennen und auf diese beim Aufenthalt in Wald, Feld und Wiese Rücksicht zu nehmen. Sie erfahren, dass der Wald nur dann den Rohstoff Holz dauerhaft liefert, solange nicht mehr geerntet wird als nachwachsen kann, und dass es sich genau so mit der Hege und mit der Bejagung des Wildes verhält.
 
 
Mit Begeisterung bauten Kinder Windräder, die Rehkitze vor den Mähwerken
schützen sollen
 
 
An dieser Stelle wurden die Kinder der Martin-Luther-Schule Buseck und der Mittelpunktschule Oberer Hüttenberg in Kirchgöns aktiv. Mit bemerkenswertem Engagement und mit großer Begeisterung bauten die Kinder unter der Anleitung der Jägerin Marina Steinmüller Windräder. Marina Steinmüller (Gießen-Allendorf) absolvierte im vergangenen Jahr die Ausbildung zur Jägerprüfung bei der Jägervereinigung Oberhessen und ist Mitglied im Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit.
Die selbst gebastelten Windräder wurden am Vorabend der Grasmahd in den Wiesen aufgestellt. Das Drehen und Klappern der Windräder stellt eine Beunruhigung dar und veranlasst die Muttertiere, ihre Jungen über Nacht aus der „Gefahrenzone“ zu entfernen.
 
Gießener Anzeiger
15.06.2010

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