Benutzername: Passwort:

Haben Sie Ihre persönlichen Daten vergessen?

 

bei der JVO suchen


Für Tiere arbeiten Bauern und Jäger Hand in Hand

Vierte Offensive zur Rettung der Jungtiere auf Wiesen
 
rsl). Die Jägervereinigung Oberhessen hat in diesem Frühjahr in Lich die vierte Offensive zur Wildrettung bei der Frühjahrsmahd gestartet. Neu bei der vierten Offensive der Jägervereinigung ist, die Mitarbeit der Landwirte bei der Rettung von Rehkitzen, Hasen und Bodenbrütern zu honorieren. Dies geschah nun erstmals im Revier Lich, wo der Landwirt Manfred Büttner für die Mitarbeit bei der Rettung von Jungwild vom örtlichen Jäger und Mitglied der Jägervereinigung Oberhessen, Stefan Bender, mit einer Flasche Rotwein „belohnt“ wurde.
 
 
Stefan Bender überreicht dem Landwirt Manfred Büttner  
als Anerkennung eine Flasche Wein
 
„Vielerorts ist es heutzutage glücklicherweise üblich, dass die Landwirte dem Revierinhaber rechtzeitig Bescheid geben, bevor sie mit der Mahd beginnen. Nur dann hat man eine Chance, Jungwild durch Vergrämung zu retten“, begründet der Vorsitzende der Jägervereinigung Helmut Nickel die neue Initiative. Aufgrund der großen Flächen, die in kürzester Zeit oft mit mehreren Traktoren gleichzeitig abgemäht werden müssten, habe sich vielerorts eine völlig neue Situation ergeben, die nicht mehr mit der Ära der Kleinbauern zu vergleichen sei. Das gemeinsame Absuchen nach Jungwild reiche schon lange nicht mehr aus. Nachdem auch alle Bemühungen der Jägervereinigung mit Tests von Ortungsgeräten aus Kostengründen gescheitert seien, könne man vorrangig nur noch auf Vergrämung und veränderte Mähtechniken setzen.
Voraussetzung für beide Maßnahmen sei jedoch die Bereitschaft der Landwirte zur rechtzeitigen Information des Jägers und die Mitarbeit. Daraus hätten sich die drei neuen Eckpfeiler der Jägervereinigung zur Rettung von Jungwild ergeben: Motivation, Vergrämung, Mähtechnik.
 
Es reiche aber nicht aus, den Jäger erst unmittelbar vor der Mahd zu informieren. Dies müsse zumindest am Vortag geschehen. Dann könne man Maßnahmen zur Vergrämung einleiten, mit denen man Muttertiere beunruhigt und sie damit veranlasst, ihre Jungen über Nacht aus dem Mähbereich zu entfernen. Hierzu sind Windrädchen sehr gut geeignet, die einen Lärm erzeugen, der sich ständig verändert. Auch auf die herkömmliche Wildscheuche zurückzugreifen, sei immer noch besser als gar nichts zu tun. „Doch nicht nur Scheuchen und Duftstoffe, sondern auch die richtige Mähtechnik kann viele Tiere - nicht nur Rehe, sondern auch Wiesenbrüter - vor dem Mähtod retten,“ betont Nickel. Bei der herkömmlichen Methode „von außen nach innen“ hätten die Tiere kaum die Möglichkeit zu flüchten. Besser sei: von innen nach außen mähen. Dazu solle der Landwirt sofort in das Innere der Parzelle fahren und dann links herum nach außen fahren. Dieses Verfahren bedeute für den Landwirt nicht mehr Aufwand, aber es sei ein wichtiger Beitrag, Jungwild vor Tod und Verstümmelung zu bewahren.
 
Gießener Anzeiger 28.05.2010

 weiter zu >> Ausbildung von Jagdhunden  oder zurück zu Kinder wieder für die Natur begeistern <<  - - - wechseln zur übergeordneten Seite Presse 2010


Unterpunkte dieser Seite:

Jägervereinigung Oberhessen e.V. - Verantwortung für Wild und Natur
© 2010-2011 JVO  ~ Impressum ~