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Presseberichte 2008
Sägen mit „Führerschein“Auch im März Lehrgang der Jägervereinigung OberhessenHören konnte man sie schon aus der Ferne, kurz darauf auch Benzin und Holz riechen, aber spätestens als ein dutzend Männer und ihre Sägen zu sehen waren, war klar – hier arbeitet keine normale Hölzfäller-Rotte. Zum ersten Motorsägen-Lehrgang der Jägervereinigung Oberhessen hatten sich zwölf Teilnehmer angemeldet. Ziel des Lehrgangs: den vorschriftsmäßigen Umgang mit der Motorsäge zu erlernen. Schließlich verlangt die Berufsgenossenschaft nicht nur einen sicheren Hochsitz, sondern auch die Beachtung der Unfallverhütungsvorschriften beim Bau von allen Reviereinrichtungen. Pünktlich um 8 Uhr startete Lehrgangsleiter Karl-Heinz Bernecker (Hessen-Forst) im Dorfgemeinschaftshaus Stockhausen mit dem theoretischen Teil. Von Ohrenschützern bis hin zu Sicherheitsschuhen informierte er zunächst über die Schutzausrüstung, die die Grundlage für die Arbeit mit der Motorsäge bildet. Danach präsentierte er ausführlich die Motorsäge mit all ihren Einzelteilen. Den Abschluss der Theorie bildeten die Werkzeugkunde und eine Menge Informationen über den Umgang und Transport der Säge. Der praktische Teil des Lehrgangs fand im Revier des 1. Vorsitzenden Helmut Nickel statt. Hier lernten die angehenden Motorsägen-Experten den richtigen Umgang mit der eigenen Säge, die zum Lehrgang mitgebracht werden musste. Die Teilnehmer wissen jetzt, wie sie das Einklemmen der Säge verhindern können und wie man Stämme bearbeitet und ausastet. Natürlich wurden auch die Ketten neu geschärft. Nun dürfen sich die geschulten Jäger mit ihrem „Kettensägenführerschein“ auch selbst mit Brennholz versorgen, denn ohne diesen Nachweis lässt kein Förster mehr einen Hobbysäger in den Wald. Aufgrund des großen Interesses findet ein weiterer Lehrgang im März 2009 statt. 14.11.08 Giessener Anzeiger |
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Podiumsdiskussion am 23. OktoberJäger für naturverträglichen Anbau von EnergiepflanzenGrünberg/Gießen (pm). Das vor acht Jahren verabschiedete „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (EEG) hat mit seinen Förderinstrumenten für eine Ausweitung der Energiepflanzen-Anbauflächen gesorgt. In manchen Regionen stelltten mittlerweile ausufernde Maisflächen im Umfeld von Biogas-Anlagen die Jäger vor gewaltige Probleme, sagt der Vorsitzende der Jägervereinigung Oberhessen, Helmut Nickel aus Stockhausen bei Grünberg. „Dies ist ein Thema für Jäger, Landwirte und Jagdgenossenschaften vor Ort“. Nur bei gutem Einvernehmen lasse sich Schaden abwenden. Der Trend zu riesigen Monokulturen bereite den Grünröcken in zweierlei Hinsicht Sorgen. Zum einen habe man gesicherte Erkenntnisse darüber, dass darunter die Artenvielfalt abnehme, da einer Vielzahl von Bodenbrütern, Insekten und anderen Kleintieren die Lebensgrundlage fehlten. Das Schwarzwild hingegen fühle sich im Mais sehr sicher: Eine Bejagung sei fast aussichtslos. Folge laut Nickel: Unbezahlbare Wildschäden und ein weiteres Anwachsen der Schwarzwild-Population. „Wir Jäger bekennen uns zur Nutzung alternativer Energien“. Man sei allerdings skeptisch, die die CO2-Bilanz bei der Nutzung von Energiepflanzen wirklich klimaneutral ist. Der wissenschaftliche Beirat des Bundeslandwirtschaftsministeriums habe Bedenken gegen die aktuelle Förderpolitik angemeldet, das selbst bei Ausdehnung des Energiepflanzenanbaus auf 30 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche lediglich 2,3 Prozent des Energiebedarfs abgedeckt würden. Die Jägervereinigung will den Themenkomplex öffentlich erörtern am 23. Oktober von 19.30 Uhr an in der Gallushalle Grünberg. Moderator ist der Chefredakteur der Deutschen Jagd-Zeitung, Andreas Rockstroh. Das Podium bilden Karl-Heinz Scheu (Vorsitzender Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer Hessen), Armin Müller (Vizepräsident Hessischer Bauernverband), Siegmund Thomas (Verband der Berufsjäger in Hessen), Bernd Widmaier (Vorsitzender Jagdclub Darmstadt). Giessener Allgemeine 18.10.2008 Podiumsdiskussion der Jägervereinigung Oberhessen über nachwachsende RohstoffeLandwirte und Jagdpächter sollen Absprachen treffenGRÜNBERG (ivi). Die in diesem Jahr wieder steigende Schwarzwildpopulation mit den in Folge zu erwartenden Wildschäden macht Landwirten und Jagdgenossenschaften Sorge. Die Jagdpächter sind gefordert, in manchen Revieren überfordert, und machen ihrerseits den gestiegenen Anbau von nachwachsenden Rohstoffen mitverantwortlich. Dabei steht der Mais mit seinen dichten, hohen Beständen besonders im Schussfeld. Für die Jägervereinigung Oberhessen war diese Situation Anlass, zu einem Podiumsgespräch in der Gallushalle Grünberg. Eine Jagdhornbläsergruppe unter der Leitung von Ulrich Deneke eröffnete den Abend musikalisch. Der Vorsitzende Helmut Nickel aus Stockhausen begrüßte etwa 70 Besucher, als Moderator den Chefredakteur der Deutschen Jagd-Zeitung Andreas Rockstroh und die Podiumsgäste, den Vizepräsidenten des Hessischen Bauernverbandes Armin Müller, vom Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenwaldbesitzer Hessen Baron Roeder von Diersburg, Bernd Widmaier vom Jagdclub Darmstadt sowie vom Verband der Berufsjäger in Hessen Dr. Nikolaus Brettschneider-Herrmann. Widmaier stellte eingangs fest, dass in seinem Revier Schwarzwild bisher kein Problem war, allerdings der bisherige Abschuss des Jahres einen deutlichen Anstieg wiedergebe. Mit Ruhezonen einerseits und verstärkter Bejagung andererseits hielten sich die Schäden in Grenzen. Für Brettschneider-Herrmann ist das Problem kompliziert und schwierig, da es viele Ursachen und Wirkungen habe. Es müssten alle Chancen ausgelotet werden, die Interessen unter einen Hut zu bringen, um die befürchtete Wirkung zu vermeiden. Müller, der einen Gemischtbetrieb bewirtschaftet, betonte, dass der Bauernverband an einem guten Verhältnis interessiert sei. Die Entwicklung der Wildschäden sei allerdings dramatisch. Dafür sei der Mais nicht allein verantwortlich, die Fläche sei schon größer gewesen, habe sich jetzt nur konzentriert. Die Landwirte benötigten die nachwachsenden Rohstoffe, der Weizen werde aber Hauptanbau bleiben. Von Diersburg bestätigte das Spannungsfeld, der Verband wolle Zusammenarbeit, könne aber eine Deckelung der Wildschäden nicht akzeptieren. Der Moderator plädierte für eine Wildschadenspauschale, eventuell Verringerung der Pacht und fragte, wie Pächter und Verpächter damit umgehen. In der zunächst auf dem Podium weitergeführten Diskussion landete man kurzfristig bei der Niederwildsituation und dem teilweise überhand nehmenden „Raubzeug“. Über die Feststellung sinkender Pachtpreise führte Rockstroh zum Thema zurück. Durch die Preisentwicklung seien zum Schaden auch die Erstattungskosten pro Einheit höher geworden. Immer wieder wurde die Notwendigkeit von Absprachen zwischen Landwirten und Pächtern in den Raum gestellt mit Bejagungsstreifen bei größeren Maisflächen, Informationen über Aussaattermine und Berücksichtigung gefährdeter Lagen in der Fruchtfolge. Das größere Problem seien jedoch inzwischen die Schäden im Grünland. Die bereits vielfach bestehende revierübergreifenden Drückjagden müssen verstärkt werden, die Jäger verstärkt auf Sauen ansitzen, was in vielen Revieren auch der Fall sei. Wenn die Wildschadenssumme die Jagdpacht übersteige, werde es uninteressant. Aus der Besucherreihe gab es zahlreiche Beiträge mit meist revierbezogenen positiven und negativen Berichten. Die Maiskonzentration um Biogasanlagen wurde angesprochen und die Problematik der überzogenen EU-Hygieneverordnung. Kritik an zu geringer Bejagung im Staatswald wurde laut sowie an den aus der Bewirtschaftung genommenen Waldflächen, aber auch an Pächtern, die Ihrer Jagdpflicht nicht ausreichend nachkommen. Problematisch seien größere Naturschutzgebiete die Schwarzwild, Fuchs, Dachs und Waschbär ideale Lebensbedingungen bieten. Rockstroh forderte Bemühungen zur Verjüngung der Jägerschaft, um die Zukunft zu sichern. Dem hielt Widmaier entgegen, dass zumindest in seinem Bereich die Jagdmöglichkeiten für Jungjäger fehlten. In der Abschlussrunde bekräftigten die Podiumsgäste ihre Haltung. Einig waren sie sich, dass das Wildschadenproblem nur gemeinsam mit Gesprächen und Maßnahmen aller Betroffenen und einer gewissen Kompromissbereitschaft zu lösen sei. Brettschneider-Herrmann appellierte an seine Vorredner, diese Zusammenarbeit zu fördern. Widmaier betonte: „In Darmstadt funktioniert das.“ Giessener Anzeiger 28.10.2008Schweißarbeit der Hunde getestet |
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30 Hundeführer bilden Vierbeiner für Jagd aus |
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