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Presseberichte der Jägervereinigung Oberhessen e.V. 2008

 

 

Sägen mit „Führerschein“

Auch im März Lehrgang der Jägervereinigung Oberhessen

Hören konnte man sie schon aus der Ferne, kurz darauf auch Benzin und Holz riechen, aber spätestens als ein dutzend Männer und ihre Sägen zu sehen waren, war klar – hier arbeitet keine normale Hölzfäller-Rotte. Zum ersten Motorsägen-Lehrgang der Jägervereinigung Oberhessen hatten sich zwölf Teilnehmer angemeldet. Ziel des Lehrgangs: den vorschriftsmäßigen Umgang mit der Motorsäge zu erlernen. Schließlich verlangt die Berufsgenossenschaft nicht nur einen sicheren Hochsitz, sondern auch die Beachtung der Unfallverhütungsvorschriften beim Bau von allen Reviereinrichtungen.

Pünktlich um 8 Uhr startete Lehrgangsleiter Karl-Heinz Bernecker (Hessen-Forst) im Dorfgemeinschaftshaus Stockhausen mit dem theoretischen Teil. Von Ohrenschützern bis hin zu Sicherheitsschuhen informierte er zunächst über die Schutzausrüstung, die die Grundlage für die Arbeit mit der Motorsäge bildet. Danach präsentierte er ausführlich die Motorsäge mit all ihren Einzelteilen. Den Abschluss der Theorie bildeten die Werkzeugkunde und eine Menge Informationen über den Umgang und Transport der Säge.

Der praktische Teil des Lehrgangs fand im Revier des 1. Vorsitzenden Helmut Nickel statt. Hier lernten die angehenden Motorsägen-Experten den richtigen Umgang mit der eigenen Säge, die zum Lehrgang mitgebracht werden musste. Die Teilnehmer wissen jetzt, wie sie das Einklemmen der Säge verhindern können und wie man Stämme bearbeitet und ausastet. Natürlich wurden auch die Ketten neu geschärft.

Nun dürfen sich die geschulten Jäger mit ihrem „Kettensägenführerschein“ auch selbst mit Brennholz versorgen, denn ohne diesen Nachweis lässt kein Förster mehr einen Hobbysäger in den Wald. Aufgrund des großen Interesses findet ein weiterer Lehrgang im März 2009 statt. 

14.11.08

Giessener Anzeiger

   
 

Podiumsdiskussion am 23. Oktober

Jäger für naturverträglichen Anbau von Energiepflanzen

Grünberg/Gießen (pm). Das vor acht Jahren verabschiedete „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (EEG) hat mit seinen Förderinstrumenten für eine Ausweitung der Energiepflanzen-Anbauflächen gesorgt. In manchen Regionen stelltten mittlerweile ausufernde Maisflächen im Umfeld von Biogas-Anlagen die Jäger vor gewaltige Probleme, sagt der Vorsitzende der Jägervereinigung Oberhessen, Helmut Nickel aus Stockhausen bei Grünberg. „Dies ist ein Thema für Jäger, Landwirte und Jagdgenossenschaften vor Ort“. Nur bei gutem Einvernehmen lasse sich Schaden abwenden. Der Trend zu riesigen Monokulturen bereite den Grünröcken in zweierlei Hinsicht Sorgen. Zum einen habe man gesicherte Erkenntnisse darüber, dass darunter die Artenvielfalt abnehme, da einer Vielzahl von Bodenbrütern, Insekten und anderen Kleintieren die Lebensgrundlage fehlten. Das Schwarzwild hingegen fühle sich im Mais sehr sicher: Eine Bejagung sei fast aussichtslos. Folge laut Nickel: Unbezahlbare Wildschäden und ein weiteres Anwachsen der Schwarzwild-Population.

„Wir Jäger bekennen uns zur Nutzung alternativer Energien“. Man sei allerdings skeptisch, die die CO2-Bilanz bei der Nutzung von Energiepflanzen wirklich klimaneutral ist. Der wissenschaftliche Beirat des Bundeslandwirtschaftsministeriums habe Bedenken gegen die aktuelle Förderpolitik angemeldet, das selbst bei Ausdehnung des Energiepflanzenanbaus auf 30 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche lediglich 2,3 Prozent des Energiebedarfs abgedeckt würden.

Die Jägervereinigung will den Themenkomplex öffentlich erörtern am 23. Oktober von 19.30 Uhr an in der Gallushalle Grünberg. Moderator ist der Chefredakteur der Deutschen Jagd-Zeitung, Andreas Rockstroh. Das Podium bilden Karl-Heinz Scheu (Vorsitzender Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer Hessen),

Armin Müller (Vizepräsident Hessischer Bauernverband), Siegmund Thomas (Verband der Berufsjäger in Hessen), Bernd Widmaier (Vorsitzender Jagdclub Darmstadt).

Giessener Allgemeine

18.10.2008

 

Podiumsdiskussion der Jägervereinigung Oberhessen über nachwachsende Rohstoffe

Landwirte und Jagdpächter sollen Absprachen treffen

GRÜNBERG (ivi). Die in diesem Jahr wieder steigende Schwarzwildpopulation mit den in Folge zu erwartenden Wildschäden macht Landwirten und Jagdgenossenschaften Sorge. Die Jagdpächter sind gefordert, in manchen Revieren überfordert, und machen ihrerseits den gestiegenen Anbau von nachwachsenden Rohstoffen mitverantwortlich. Dabei steht der Mais mit seinen dichten, hohen Beständen besonders im Schussfeld.

Für die Jägervereinigung Oberhessen war diese Situation Anlass, zu einem Podiumsgespräch in der Gallushalle Grünberg. Eine Jagdhornbläsergruppe unter der Leitung von Ulrich Deneke eröffnete den Abend musikalisch.

Der Vorsitzende Helmut Nickel aus Stockhausen begrüßte etwa 70 Besucher, als Moderator den Chefredakteur der Deutschen Jagd-Zeitung Andreas Rockstroh und die Podiumsgäste, den Vizepräsidenten des Hessischen Bauernverbandes Armin Müller, vom Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenwaldbesitzer Hessen Baron Roeder von Diersburg, Bernd Widmaier vom Jagdclub Darmstadt sowie vom Verband der Berufsjäger in Hessen Dr. Nikolaus Brettschneider-Herrmann.

Widmaier stellte eingangs fest, dass in seinem Revier Schwarzwild bisher kein Problem war, allerdings der bisherige Abschuss des Jahres einen deutlichen Anstieg wiedergebe. Mit Ruhezonen einerseits und verstärkter Bejagung andererseits hielten sich die Schäden in Grenzen. Für Brettschneider-Herrmann ist das Problem kompliziert und schwierig, da es viele Ursachen und Wirkungen habe. Es müssten alle Chancen ausgelotet werden, die Interessen unter einen Hut zu bringen, um die befürchtete Wirkung zu vermeiden.

Müller, der einen Gemischtbetrieb bewirtschaftet, betonte, dass der Bauernverband an einem guten Verhältnis interessiert sei. Die Entwicklung der Wildschäden sei allerdings dramatisch. Dafür sei der Mais nicht allein verantwortlich, die Fläche sei schon größer gewesen, habe sich jetzt nur konzentriert. Die Landwirte benötigten die nachwachsenden Rohstoffe, der Weizen werde aber Hauptanbau bleiben. Von Diersburg bestätigte das Spannungsfeld, der Verband wolle Zusammenarbeit, könne aber eine Deckelung der Wildschäden nicht akzeptieren. Der Moderator plädierte für eine Wildschadenspauschale, eventuell Verringerung der Pacht und fragte, wie Pächter und Verpächter damit umgehen. In der zunächst auf dem Podium weitergeführten Diskussion landete man kurzfristig bei der Niederwildsituation und dem teilweise überhand nehmenden „Raubzeug“. Über die Feststellung sinkender Pachtpreise führte Rockstroh zum Thema zurück. Durch die Preisentwicklung seien zum Schaden auch die Erstattungskosten pro Einheit höher geworden.

Immer wieder wurde die Notwendigkeit von Absprachen zwischen Landwirten und Pächtern in den Raum gestellt mit Bejagungsstreifen bei größeren Maisflächen, Informationen über Aussaattermine und Berücksichtigung gefährdeter Lagen in der Fruchtfolge. Das größere Problem seien jedoch inzwischen die Schäden im Grünland. Die bereits vielfach bestehende revierübergreifenden Drückjagden müssen verstärkt werden, die Jäger verstärkt auf Sauen ansitzen, was in vielen Revieren auch der Fall sei. Wenn die Wildschadenssumme die Jagdpacht übersteige, werde es uninteressant.

Aus der Besucherreihe gab es zahlreiche Beiträge mit meist revierbezogenen positiven und negativen Berichten. Die Maiskonzentration um Biogasanlagen wurde angesprochen und die Problematik der überzogenen EU-Hygieneverordnung. Kritik an zu geringer Bejagung im Staatswald wurde laut sowie an den aus der Bewirtschaftung genommenen Waldflächen, aber auch an Pächtern, die Ihrer Jagdpflicht nicht ausreichend nachkommen. Problematisch seien größere Naturschutzgebiete die Schwarzwild, Fuchs, Dachs und Waschbär ideale Lebensbedingungen bieten.

Rockstroh forderte Bemühungen zur Verjüngung der Jägerschaft, um die Zukunft zu sichern. Dem hielt Widmaier entgegen, dass zumindest in seinem Bereich die Jagdmöglichkeiten für Jungjäger fehlten. In der Abschlussrunde bekräftigten die Podiumsgäste ihre Haltung. Einig waren sie sich, dass das Wildschadenproblem nur gemeinsam mit Gesprächen und Maßnahmen aller Betroffenen und einer gewissen Kompromissbereitschaft zu lösen sei. Brettschneider-Herrmann appellierte an seine Vorredner, diese Zusammenarbeit zu fördern. Widmaier betonte: „In Darmstadt funktioniert das.“

Giessener Anzeiger

28.10.2008

Schweißarbeit der Hunde getestet

Erster Ausbildungslehrgang der Jägervereinigung Oberhessen – Acht Tiere erfolgreich

GRÜNBERG (ld). Erstmals wurde in der Vereinsgeschichte der Jägervereinigung Oberhessen ein Ausbildungslehrgang für Jagdhunde durchgeführt. Zu der unter dem Suchenleiter Klaus Schmidt stehenden Jagdeignungsprüfung waren neun der zuvor zehn an der Ausbildung beteiligten Hunde erschienen.

Dabei stellten sich Hubertus Leidner (Mücke), Stefan Bender (Lich), Egon Gassmann (Großenlüder), Hans-H. König (Messel), Rudolf Schwarz (Zierenberg) Frank Merkel, Otto Knauth (beide Marburg), Jürgen John (Hohenahr) und Daniel Thiel (Aarbergen) mit ihren verschiedenen Rassehunden den Richtern. Wir der Vorsitzende der Oberhessischen Jägervereinigung, Helmut Nickel, bei der Abnahme feststellte, ist die Eignungsprüfung die Voraussetzung zur Anerkennung als „brauchbarer Hund“.

Nach dem Tierschutzgesetz muss für jedes Revier ein ausgebildeter Jagdhund zur Verfügung stehen. Die Ausbildung bedeute zugleich auch, dass für die Tiere ein entsprechender Versicherungsschutz bestehe. Die in den Revieren Lardenbach, Villingen und Atzenhain durchgeführte Ausbildung und Prüfung bestand aus mehreren Teilen. So fand die Schussfestigkeit im Feld, der allgemeine Gehorsam, die Eigensicherung für Hund und Führer sowie auch die Sicherheit für fremde Personen eine besondere Beachtung.

Weitere Themen waren das Verhalten auf dem Stand, die Leinenführigkeit, die Schweißarbeit und das Bringen von Federwild. Zur Abnahme standen noch das Bringen von Haarwild, die Schussfestigkeit am Wasser und die Wasserarbeit. Am Ende der Ausbildung zeigte sich Nickel erfreut, dass von den neun Teilnehmern acht die Prüfung mit Erfolg bestanden hatten.

Giessener Anzeiger

30.10.2008


Gemeinsam könnte es gehen


Im Hinblick auf eine mögliche Ausweitung der Produktion von Biomasse veranstaltete die Jägervereinigung Oberhessen e.V. am 23. Oktober in Grünberg eine Podiumsdiskussion mit dem Thema „Wildschäden, Artenschutz und Energiemais“.

Der Vorsitzende der Jägervereinigung Oberhessen Helmut Nickel begrüßt die Teilnehmer der Podiumsdiskussion (v. l.): Bernd Widmaier, Dr. Nicolaus Bretschneider-Herrmann, Andreas Rockstroh, Armin Müller und Peter Baron
Röder von Diersburg.
Foto: Günter Mensching

Etwa 80 Jäger und Jagdgenossen konnte der Vorsitzende der Jägervereinigung Oberhessen Helmut Nickel begrüßen. Die Moderation hatte der Chefredakteur der Deutschen Jagd-Zeitung, Andreas Rockstroh,  übernommen.

Das Podium war mit interessanten Fachleuten besetzt, die sowohl aus dem

landwirtschaftlichen, als auch aus dem jagdlichen Bereich stammen: Peter Baron Röder von Diersburg, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer in Hessen, Armin Müller, Vizepräsident des hessischen Bauernverbandes, Landwirt und Vorsitzender der 
Naturlandstiftung Hessen, für den erkrankten Revieroberjäger Siegmund Thomas Dr. Nicolaus Bretschneider-Herrmann,  Vorstandsmitglied im LJV Hessen, und als Betroffener der Vorsitzende des Jagdclubs Darmstadt Bernd Widmaier. Widmaier stellte zunächst sein westlich von Darmstadt gelegenes Revier vor: 740 Hektar groß, Waldanteil nur 40 Hektar, überwiegend kleinflächiger Gemüseanbau. 2007 ist eine Biogasanlage in Betrieb gegangen, 120 Hektar Mais werden nun angebaut. Die Flächen sind relativ klein mit Größen von 0,5 bis 2 Hektar; Zäunen ist also nicht möglich. Erschwerend kommt hinzu, dass eine Versuchsfläche mit Sudangras bedeckt ist, in die sich die Sauen zeitweise eingeschoben haben. Dr. Bretschneider-Herrmann mahnte zu einer Versachlichung der Diskussion um Wildschäden und Maisanbau. Eine 1:1-Wirkung gäbe es nicht, sondern es seien viele Wechselwirkungen zu beachten.

Müller stellte zunächst einmal das gute Verhältnis der Jagdgenossen zur Jägerschaft als Motor für einen fairen Umgang miteinander in den Vordergrund, berichtete aber auch von einer dramatischen Zunahme der Wildschäden. Von den 780.000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche seien in diesem Jahr nur auf 26.000 Hektar Mais angebaut worden, früher wären es 40.000 Hektar gewesen. Das heißt, auf weniger Fläche sind höhere Schäden entstanden. Dass sich die Fläche mit nachwachsenden 
Rohstoffen vergrößern werde, sei klar, denn die Landesregierung habe sich zum Ziel gesetzt, dass 15 Prozent der Energie aus diesem Bereich stammen sollen.
Röder von Diersburg lehnte vehement eine Deckelung des Wildschadens ab. Die Ersatzansprüche müssten gegen den Pächter gestellt werden, und notfalls müssten die Jagdgenossenschaften auf den Pachtzins verzichten. Wildschaden sei Sache des Pächters. Dr. Bretschneider-Herrmann konterte und verwies darauf, dass zunächst einmal der Wildschadensersatz Sache der Jagdgenossenschaft sei und alles Weitere in frei verhandelbaren Verträgen festgelegt werden könnte. Müller betonte den Zwang in der Landwirtschaft, sich gegen die Konkurrenz in Europa zu behaupten, und stellte klar, dass Einkommensverluste der Landwirtschaft nicht hingenommen würden. Er appellierte aber auch an seine Landwirte, die 
Schadensminderungspflicht zu beachten. Auch er lehnte eine Deckelung oder eine Wildschadenspauschale, die Chefredakteur Rockstroh ins  Spiel gebracht hatte, ab.
Röder von Diersburg berichtete aus seiner Eigenjagd, dass 2007 bei einer Anbaufläche von 240 Hektar Mais kein Schaden und in diesem Jahr bei 270 Hektar für etwa 500 Euro Schaden enstanden sei. Er führte  dieses ganz klar auf einen „Runden Tisch“ zurück, an den sich Jagdgenossen, Jäger und Betreiber der Biogasanlage gesetzt haben, um gemeinsam Probleme zu lösen. Das beginne mit dem Absprechen des Saattermins, dem Freilassen von Streifen, um überhaupt zäunen zu können, bis hin zu Schussschneisen und Angabe des Mähtermins, aber 
auch mit dem Appell an die Jäger, die Sauen intensiver zu bejagen. Wenn sich alle daran hielten, wäre das ein großer Schritt zur Problemlösung.
Der Themenkomplex „Artenschutz“ kam ein wenig zu kurz, denn die Misere beim Niederwild hat schon vor dem großflächigen Maisanbau eingesetzt. Die Situation würde sich aber durch den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen noch weiter verschlechtern.
Die anschließende Diskussion mit den Besuchern zeigte, wie es Jägern und Jagdgenossen „unter den Nägeln brennt“. Besonders die hohen  Schwarzwildbestände sind den Jagdgenossen ein Dorn im Auge. Revier  übergreifenden Drückjagden seien das Mittel der Wahl. In diesem 
Zusammenhang wurde aber „Hessen-Forst“ vorgeworfen, an diesen meist an Samstagen stattfindenden  Drückjagden nicht im nötigen Maß teilzunehmen.
Ein weiterer Kritikpunkt an der Forstverwaltung wurde auch angesprochen: Nach dem Sturm „Kyrill“ habe der Forst zwar das Sturmholz geborgen, die Flächen sich aber selbst überlassen. Diese seien inzwischen zu solchen Verhauen geworden, dass weder Treiber noch Hunde hindurchkämen, aber Sauen ein Eldorado vorfänden.  gmg

Deutsche Jagd-Zeitung

Günter Mensching

   
 

30 Hundeführer bilden Vierbeiner für Jagd aus

Jägervereinigung Oberhessen: Gute Erfahrung bei ersten Prägungs- und Ausbildungstage für Jagdhunde im Landkreis

Speziell für junge Jagdhunde veranstaltete die Jägervereinigung Oberhessen gemeinsam mit der Weimaraner-Landesgruppe Hessen an zwei hintereinander liegenden Wochenenden erstmalig einen Prägungs- und Ausbildungstag. Während der erste Prägungstag in Amöneburg (Raum Marburg) stattfand, trafen sich die Hundeführer mit ihren vierbeinigen Helfern nun zum „Stelldichein“ in Mücke-Atzenhain und Nieder-Ohmen.

Erstmals in der Vereinsgeschichte veranstaltete die Jägervereinigung Oberhessen in Zusammenarbeit mit der Weimaraner-Landesgruppe Hessen einen Prägungs- und Ausbildungstag für junge Jagdhunde. Genau 30 Hunde aller Altersstufen der deutschen Jagdgebrauchshunderassen Weimaraner, Deutsch Drahthaar, Deutsch Kurzhaar, Kleiner Münsterländer, Deutscher Wachtelhund, Beagle oder auch englische und französische Jagdgebrauchshunde wie Gordon Setter, Braque Francais oder Epagneul Bretone waren der Einladung gefolgt und bescheinigten den Organisatoren am Ende des Tages eine gelungene Veranstaltung.

Unter fachkundiger Anleitung des jagdkynologischen Obmanns der Jägervereinigung Oberhessen, Klaus Schmidt (Laubach) und seinen Helfern wurden die Junghunde behutsam auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereitet. Für die jungen Jagdgebrauchshunde stand dabei die Gewöhnung an andere Jagdhunde, Wildwitterung, die Wassergewöhnung und die Gewöhnung an Umweltreize im Vordergrund.

„An diesen besonderen Tagen sollen sowohl junge Hunde und bereits ältere, auch bereits geprüfte Hunde zusammen im Rahmen eines Tagesseminars durch ihre Führer unter fachkundiger Anleitung von Übungsleitern des Klubs auf ihre Aufgaben vorbereitet und gefördert werden“, erklärte der Vorsitzende der Jägervereinigung Helmut Nickel. Dabei würden nicht nur die jungen Hunde auf der Basis der vorhandenen Anlagen und Triebe von den älteren und meist im jagdlichen Einsatz stehenden Jagdgebrauchshunden profitieren. Auch Ihre Führer erhalten bei diesen Tagen so manchen nützlichen Tipp für die weitere Ausbildung des jeweiligen jungen Hundes.

Diese besonderen Übungstage dienten ferner den erfahrenen Hundeführern zur Überprüfung des individuellen Leistungsstandes des eigenen Hundes und könnten helfen, eventuell auch Fehler oder einen vorhandenen Leistungsabfall des Hundes zu erkennen.

„Wir erlebten einen gelungenen, abwechslungsreichen Prägung- und Ausbildungstag für Jagdgebrauchshunde, der auch einen Einblick in das umfangreiche Leistungsvermögen der Hunde gab“ – fasste Nickel das Ergebnis der Veranstaltung zusammen. Er dankte dem Revierinhaber Thomas Fuhr für die Bereitstellung des Revieres und attestierte dem jagdkynologischen Arbeitsteam eine vorbildliche und professionelle Arbeit. Nach Meinung aller teilnehmenden Hundeführer sollte dieser erfolgreiche Weg auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.

Giessener Anzeiger

14.07.2008

   
 

Beim Jägerschlag setzt es für die Kandidaten keine Prügel

Jägervereinigung Oberhessen führte die Neuen nach altem Brauch in das Waidwerk ein – Sommerfest in Lardenbach bildete dafür passenden Rahmen

Zu ihrem dritten Sommerfest auf dem Gelände der Grillhütte Lardenbach hatte die Jägervereinigung Oberhessen eingeladen. Neben vielen Vereinsmitgliedern nahmen auch Kreisjagdberater Professor Alexander Herzog und zahlreiche Familienangehörige der Waidleute teil. Vorsitzender Helmut Nickel begrüßte zudem 14 Jungjäger. Diese hatten nach zwei Lehrgängen an vier Wochenenden nach einer praktischen Ausbildung vor Ort und bei einem weiteren 14-tägigen Blockunterricht im Saarland mit Erfolg ihre Prüfung absolviert.

Als Höhepunkt des Familienfestes wurden die neuen Waidmänner mit dem traditionellen Jägerschlag in die Jägerschaft aufgenommen. Entsprechend dem über 300 Jahre alten Brauchtum, bei dem einst die eher absolut praktische Jägerausbildung nach einer dreijährigen Lehre bei einem Lehrherrn mit dem obligatrischen Jägerschlag endete, wurden die Jägeranwärter durch drei Schläge mit dem Waidblatt auf die Schulter zum Jäger gekürt. Hierbei fand die Formel „der erste Schlag soll dich zum Jäger weih´n, der zweite Schlag soll dir die Kraft verleih`n, zu üben stets das Rechte, der dritte Schlag soll dich verpflichten, nie auf Jägerehre zu verzichten“ als altes Ritual eine Anwendung.

Nickel zeigte dabei zuvor die Veränderung in der Ausbildung auf, die heute mit Ausnahme der Schießausbildung im Wesentlichen auf der Vermittlung von theoretischem Wissen aus den Bereichen Jagdrecht, Natur- und Tierschutz liegen.

Ein wichtiger Punkt in der Jägerausbildung ist auch der Umgang mit den Jagdhunden. So zeigte sich Nickel besonders erfreut, dass der Vereinigung für die Hundeausbildung spontan ein Apportiergerät von Jungjäger Harald Kienholz und die zugehörige Waffe von Jürgen John gespendet wurden.

Bei der in freier Natur durchgeführten Zereminie erhielten Jan Andres (Laubach-Ruppertsburg), Gerhard Fach (Mücke-Sellnrod), Jean-Pascal Faskel (Grünberg), Sebastian Faust (Mücke), Konstantin Heck (Lich), Roland Jung (Butzbach/Pohl-Göns), Harald Kienholz (Biebertal), Michael Kullick (Homberg/Ohm), Roman Mahr (Mücke), Norbert Musch (Grünberg), Dr. Johann-Wilhelm Plass (Gießen), Michael Rein (Grünberg), Theo Schäfer (Bischoffen) und Günter Zeidler (Lich) den ehrenvollen Jägerschlag. Die dazu gehörende Urkunde übergab der stellvertretende Vorsitzende Ottfried Weber (Grünberg) an die erfolgreichen neuen Waidmänner.

Als Jungjäger können sich künftig auch die nicht anwesenden Absolventen Frank Angrabeit (Lich-Langsdorf), Dr. David Bowser (Wenkbach) und Artur Lückel (Fronhausen) bezeichnen.

Für ihre außerordentliche Unterstützung bei Ausstellungen und Messen gab es durch den Vorsitzenden für einige fleißige Helfer neben Dankesworten noch den eigens kreierten „Oberhessischen Jägertropfen“. Musikalisch umrahmt wurde das feierliche Sommerfest durch einige Vereinsmitglieder, die mit ihren Jagdhörnern eine stattliche Anzahl von Signalen zum Besten gaben. Zum Gelingen der Veranstaltung trugen auch die kulinarischen Leckerbissen bei.

Giessener Anzeiger

24.06.2008


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