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Presseberichte 2007
Gut gezieltDie Meisterschaft wurde auf dem Schießstand in Marburg ausgetragen. Zunächst wurde sitzend auf die „Keilerscheibe“, dann stehend auf „Rehbockscheibe“ und schließlich auf den „laufenden Keiler“ geschossen. Rechts im Bild Schießobmann Heiko Hennings. Giessener Anzeiger16.11.2007 |
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Oberhessen lagen beim Wettkampf gut im ZielFünf Jagdvereine trafen sich zum Freundschaftsschießen – „Überreichung dieser Urkunde macht mir am meisten Freude“Mit einem zweiten Platz im Freundschaftsschießen in Marburg überraschten die oberhessischen Jagdschützen. Das Freundschaftsschießen fand seinen Ursprung vor 25 Jahren und wurde zunächst zwischen den Jägervereinigungen Marburg, Frankenberg und Hinterland ausgetragen. Später kam die Jägervereinigung Lahn-Ohm und vor zwei Jahren die Jägervereinigung Oberhessen hinzu.
Die Organisation übernimmt abwechselnd einer der fünf Jagdvereine. Ausrichter war diesmal die Jägervereinigung Oberhessen. Gewertet wurden Einzel- und Mannschaftsergebnisse. Bester Einzelschütze war Jürgen John (JV Marburg, 110 Punkte), gefolgt von Andreas Weber (JV Lahn-Ohm, 107 Punkte) und Björn Enners (JV Marburg, 101 Punkte). Auch im Mannschaftswettbewerb gingen die Marburger als Sieger hervor, während die Jägervereinigung Oberhessen den zweiten und die Jägervereinigung Hinterland den dritten Platz belegte. Helmut Nickel, Vorsitzender der Jägervereinigung Oberhessen, übernahm die Siegerehrung. Er unterstrich vor allem den freundschaftlichen Charakter dieser Veranstaltung und stellte fest: „Hier wird trotz Wettkampfdisziplin Freundschaft nicht nur betitelt, sondern praktiziert. Wir freuen uns sehr, dass wir so vorbehaltlos und freundlich in diesem Kreis aufgenommen wurden.“ Ein gewisser Stolz ließ sich jedoch nicht verbergen, als er bei der Siegerehrung dem Schießobmann der Oberhessen, Heiko Hennings, für den zweiten Platz mit den Worten „Die Überreichung dieser Urkunde macht mir am meisten Freude“ gratulierte. Zünftig wurde der gemütliche Teil zelebriert. Es gab „Schwein am Spieß“, das der Oberhesse Thorsten Pausch mit viel Liebe und Mühe appetitlich gegrillt hatte.Giessener Anzeiger 05.10.2007 |
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Jäger wollen Hunde wieder an lebenden Ente ausbildenPodiumsdiskussion – Ausnahmeregelung soll Konfrontation mit Tierschutz vermeidenBreiten Raum nahm bei einer Podiumsdiskussion der Jägervereinigung in der Gallushalle die Frage ein, ob es wieder erlaubt werden soll, Jagdhunde an lebenden Enten auszubilden. Gutachterlich soll festgestellt werden, ob das „in Ausnahmefällen“ gestattet werden könnte. Die Jägervereinigung will nämlich mit dem Tierschutz nicht auf Konfrontationskurs gehen. Unter der Moderation von Dr. Karl-Heinz Betz, dem Chefredakteur der Zeitschrift „Wild und Hund“, diskutierten unter dem Motto „Die Zukunft der Jagd“ die jagdpolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen: Bernhard Bender (SPD), Heinrich Heidel (FDP), Roger Lenhart (CDU) und Jürgen Frömmrich (Grüne). Frömmrich ist gegen eine Erlaubnis. Bernhard Bender (SPD) sieht nur einen kleinen Teil der jagdberechtigten davon betroffen und ist für eine Erlaubnis in Ausnahmefällen.Moderator Dr. Betz forderte, „Praktiker“ sollten entscheiden: „Das sollten sich die Politiker hinter die Löffel schreiben!“ Jäger im Publikum, die ebenfalls für eine Erlaubnis sind, wiesen darauf hin, dass das in Deutschland ansonsten verbotene Schächten von Tieren Angehörigen anderer Religionen erlaubt wurde. Thema war auch der Anbau von Energiepflanzen in der Landwirtschaft. Alle jagdlich involvierten Diskussionsteilnehmer sahen im verstärkten Maisanbau trotz mancher Befürchtungen, die auch vom Vorsitzenden der Jägervereinigung Oberhessen Helmut Nickel angesprochen wurde, keine größeren Beeinträchtigungen für Jagd und Naturschutz. Zwar werde es regional bedingt eventuell Probleme beim Niederwild geben, aber die befürchteten Wildschäden durch Schwarzwild könnten durch eine neue Maissorte in Grenzen gehalten werden. Heidel forderte, es müsse Landwirten erlaubt sein, sich am neuen Energiemarkt zu beteiligen. Er verlangte einen Konsens mit den Jagdausübenden. Einig waren sich alle, dass man die Entwicklung abwarten müsse. Noch gebe es keinen Handlungsbedarf. Äußerungen aus dem Publikum zeigten aber, dass viele Zweifel noch nicht ausgeräumt sind und eine Jagd im Maisfeld als nicht interessant angesehen wird.Die Gestaltungsfreiheit, die man den Bundesländern beim unverändert bestehenden Bundesjagdgesetz einräume, wurde von allen Beteiligten nicht als große Belastung eingeschätzt. Auch in Hessen werde sich eine Änderung der Gesetzgebung, wie Lenhart bestätigte, in den nächsten Jahren mangels Handlungsbedarf nicht ergeben. Bender analysierte: „Wir haben ein gutes Jagdgesetz. Warum sollte dies geändert werden?“ Allenfalls solle man Überregulierungen in Verbindung mit Eigenkontrolle wegfallen lassen. Kritik wurde in der Veranstaltung an der hessischen CDU laut, die bei ihrem Regierungsantritt die Abschaffung von Bagatellsteuern wie der Jagdsteuer angekündigt habe. Trotzdem existiere diese Steuer immer noch bei Landkreisen und Kommunen und stelle regional ein nicht unerhebliche Einnahmequelle der öffentlichen Haushalte dar. Würde man sie abschaffen, müsste der Hessische Finanzminister für einen Finanzausgleich sorgen, mit dem er sich wahrscheinlich nicht gerne belasten möchte. Während Bernhard Bender landespolitischen Entscheidungsbedarf sah, war Heinrich Heidel für die Abschaffung und Jürgen Frömmrich für die Beibehaltung der Jagdsteuer. Giessener Anzeiger15.09.2007 |
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Oberhessenjäger erreichen die gesetzten ZieleArtenschutz, Biotoperhaltung und Ausbildung von Jagdgebrauchshunden wurden in der Versammlung beschlossenDie Jägervereinigung Oberhessen eine umfangreiche Satzungsänderung, sowie den Beitritt zum Jagdgebrauchshundverband (JGHV) beschlossen. „Die Ausbildung, Haltung und Führung von Jagdgebrauchshunden ist bei der Jagd nicht nur hilfreich und notwendig, sondern auch aus Tierschutzgründen vom Gesetzgeber vorgeschrieben“, stellt der Vorsitzende der Jägervereinigung Oberhessen Helmut Nickel in einer Pressemitteilung fest.Bereits in der Gründungssatzung habe man neben dem Artenschutz und der Biotoperhaltung auch die Ausbildung und Führung von Jagdgebrauchshunden, sowie die Förderung des Jagdgebrauchshundewesens als eines der wichtigsten Satzungsziele festgeschrieben. „Nicht nur der Jäger, sondern auch sein Hund muss entsprechende Prüfungen ablegen, um sein Können und seine Zuverlässigkeit unter Beweis zu stellen“, fährt Nickel fort. Um dieses Satzungsziel zu verwirklichen und auch die notwendigen Hundeprüfungen ablegen zu können, sei die Mitgliedschaft im Jagdgebrauchshundverband erforderlich. Die Mitgliedschaft im Jagdgebrauchshundverband habe jedoch seither nicht beantragt werden können, da diese mit Mindestvoraussetzungen wie Mitgliederzahl und der Mitgliedschaft im Landesjagdverband verknüpft war. Die letzte Hürde sei nun die Festschreibung der Mitgliedschaft im Jagdgebrauchshundverband in der Vereinssatzung. Der Beitritt zum Jagdgebrauchshundverband beschlossen. Einstimmig lautete auch das Ergebnis der Abstimmung über die Änderung der Satzung. Hierbei wurde neben der Anerkennung des JGHV auch die Erhöhung der Mitgliederzahl bei den Ausschüssen Naturschutz und Jagdgebrauchshundewesen von drei auf fünf Personen, sowie die Umwandlung der Obleute für Ausbildung, Jagdhornblasen und jagdliches Schießen in dreiköpfige Ausschüsse beschlossen. Als letzter Tagesordnungspunkt stand der Ankauf von Flächen für die Erweiterung eines Wasserbiotops an. Auch dieses Vorhaben fand die Zustimmung. Giessener Anzeiger |
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Jägervereinigung Oberhessen e.V. hinterfragt die Zukunft der JagdPodiumsdiskussion mit jagdpolitischen Sprechern der Landtagsfraktionen am 13. September in der Gallushalle Grünberg„Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit wurden durch die Föderalismus-Reform Fakten geschaffen, deren Tragweite nicht abzusehen ist. Hierzu gehört auch der Wegfall der Rahmengesetzkompetenz des Bundes beim Jagdrecht. Theoretisch könnte nun jedes Bundesland sein eigenes Jagdgesetz erlassen.“ Helmut Nickel, Vorsitzender der Jägervereinigung Oberhessen, verurteilt diese Entwicklung, die am Donnerstag, 13. September, Gegenstand einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Die Zukunft der Jagd“ in der Gallushalle sein wird. Eingeladen sind mit Bernhard Bender (SPD), Heinrich Heidel (FDP), Roger Lenhart (CDU) und Jürgen Frömmrich (Bündnis 90 / Grüne) die jagdpolitischen Sprecher der Fraktionen im Hessischen Landtag. Die Moderation übernimmt Dr. Karl-Heinz Betz (Chefredakteur „Wild und Hund“). „Alles blickt nach Brüssel und jeder Bürger wird immer wieder mit fragwürdigen Aktionen der EU-Bürokratie konfrontiert, die der Bund mehr oder weniger umsetzen muss. Andererseits wird nun die Gesetzgebungskompetenz vom Bund an 16 untergeordnete Ebenen abgegeben. Dies erinnert an einen Rückfall in die Kleinstaaterei“, kritisiert Nickel. Die Erfahrung, dass seither bereits zu Zeiten des Bundesjagdgesetzes die Bundesländer ihren Gestaltungsfreiraum genutzt hätten, um bundesweit unterschiedliche Gesetze zu verabschieden, lasse einiges befürchten. Für Beunruhigung - vor allem unter den Pächtern der Feldreviere – sorge beispielsweise der geplante Anbau nachwachsender Rohstoffe. Die Jägerschaft bekenne sich zu einer verstärkten Nutzung von Energiepflanzen. Sie befürchte aber durch deren zunehmenden Anbau erhebliche Einflüsse auf Lebensräume, Wildhege, Wildschaden und Jagd. Schon heute sei lokal und regional eine fortschreitende Veränderung des Landschaftsbildes durch großflächigen Anbau von Bioenergie-Pflanzen feststellbar. Besonders die großen Maisschläge im Umfeld der stark zunehmenden Biogasanlagen entwickelten sich zum Problem, so Nickel. Befürchtet werde vor allem ein weiterer Rückgang der Biologischen Vielfalt, eine Verschlechterung der Lebensbedingungen für das Niederwild und einer Vielzahl von Bodenbrütern und Insekten, sowie eine starke Zunahme von Wildschäden, vor allem durch Schwarzwild. Nickel stellt fest: „Man kann ein Umweltschutzproblem nicht wirklich lösen, um damit gleichzeitig eine Reihe von anderen Problemen zu schaffen. Wir wollen diese Probleme vor allem der Politik bewusst machen und als Betroffene bei Lösungen mitwirken“ Von den zur Podiumsdiskussion geladenen Politikern hoffe man zu erfahren, ob diese bereit sind, tragbare Lösungen zu schaffen. Die Veranstaltung am 13. September beginnt um 19.30 Uhr. Eingeladen sind Jägerinnen und Jäger (unabhängig von der Mitgliedschaft in der Jägervereinigung), sowie Jagdgenossen, Landwirte und interessierte Bürger. Auch der Präsident des Landesjagdverbandes Hessen e.V., Dietrich Möller (Marburg) wird erwartet. Giessener Allgemeine 05.09.2007 |
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Oberhessen-Jäger im LandesverbandAufnahmeverfahren kürzlich in Rosbach zu Ende gebrachtNachdem der Vorstand des Landesjagdverbandes im vergangenen Jahr die Jägervereinigung Oberhessen „vorläufig“ als Mitglied aufgenommen hatte, folgte am vergangenen Wochenende beim Landesjägertag in Rosbach/Wetterau die ordentliche Aufnahme durch Abstimmung der Delegierten. Dieses Procedere schreibt die Satzung des Landesjagdverbandes vor. Nicht jeder beliebige Verein kann Mitglied werden. Es sind Mindestvoraussetzungen zu erfüllen, die vor der Aufnahme kontrolliert werden. So kommt etwa die Vereinssatzung auf den Prüfstand, zum anderen muss eine Mitgliederzahl von mindestens 100 Jägerinnen und Jägern nachgewiesen werden.„Da viele unserer Mitglieder großen Wert auf die Mitgliedschaft im Landesjagdverband legen, war die Aufnahme ein Meilenstein in der Entwicklung der Jägervereinigung“, sagte Vorsitzender Helmut Nickel aus Grünberg gegenüber der Presse. Die Jägervereinigung Oberhessen (JVO) war im Mai 2004 gegründet und zählt 223 Mitglieder; darunter auch etliche Nichtjäger. Nickel führt die stete Nachfrage weiterer Interessenten, nicht nur jagender, auf die Präsenz in der Öffentlichkeit zurück – „aber auch auf die Glaubwürdigkeit: Wir halten, was wir versprechen und wir versprechen nicht, was wir nicht halten können! “Hauptanliegen seien der Schutz der Wildtiere und ihrer Lebensgrundlagen, sowie das „Verfechten einer ideologiefreien Naturschutzpolitik“. Daran werde permanent gearbeitet. Giessener Allgemeine |
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Oberhessenjäger vergaben zweimal NaturschutzpreiseStadt Lich und Vogelsberger Verband ausgezeichnet - 200. Mitglied wurde geehrt - Vorsitzender Helmut Nickel in seinem Amt bestätigt
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Jungwild gefährdet bei FrühjahrsmahdJäger informieren über neue MähtechnikenAlsfeld (r). Auch in diesem Jahr ist die Jägervereinigung Oberhessen gemeinsam mit der Jagdschule Blatt bei der Informationsausstellung "Jagen - Reiten - Fischen - Sportschützen" vom 2. bis 4. März in Alsfeld vertreten. Nachdem die Jägervereinigung im vergangenen Jahr für Verkehrsicherungsmaßnahmen bei Treibjagden geworben hatte, liegt der Schwerpunkt diesmal bei der Rettung von Jungwild bei der Frühjahrsmahd. "Seit der Vereinsgründung gehen wir in jedem Frühjahr mit diesem Thema in die Offensive", berichtet der erste Vorsitzende der Jägervereinigung Helmut Nickel in einer Pressemitteilung. Nach Nickels Worten aber gibt es bis heute kein Patentrezept. Dies sei jedoch kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen: "500 000 getötete oder verstümmelte Opfer fordern uns heraus, alles zu unternehmen, dass dieses Schicksal möglichst vielen Jungtieren erspart bleibt." Die Jägervereinigung setzt bei der Jungwildrettung grundsätzlich auf drei Eckpfeiler: Information, Vergrämung und Ortung. Giessener Anzeiger 01.04.2007 |
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"Ganze Kerle" auch ohne demütigende RitualeJägerschlag bei der Oberhessischen Vereinigung - Neun erfolgreiche AbsolventenKREIS GIESSEN (cvg). Im Mittelalter wurden Jungen, die als Knappe ihre Ausbildung bei einem Fürsten oder Ritter machten, mit 21 zum Ritter geschlagen und mussten feierlich schwören, sich stets gemäß dem Ehrenkodex der Ritter zu verhalten. Taten sie das nicht, konnten sie mit Schimpf und Schande wieder aus dem Ritterstand verbannt werden. Ebenfalls aus der Zeit, als die Jagd noch ein Adelsprivileg war, stammt der Brauch des Jägerschlags, erklärt Helmut Nickel das Ritual, das jetzt neun frisch gebackene Jäger in der Jägervereinigung Oberhessen mitgemacht haben. Nickel ist Vorsitzender des Vereins, der inzwischen 203 Mitglieder zählt. Wie er in Anwesenheit des Grünberger Bürgermeisters Frank Ide auf dem Gelände der Grillhütte des Grünberger Ortsteils Harbach sagte, durchliefen die angehenden Jäger in früheren Zeiten eine dreijährige Ausbildung, in deren Schwerpunkt vor allem das Erlernen des praktischen Jägerhandwerks gelegen hatte. Im ersten Jahr ging es um die Arbeit mit Hunden, im zweiten standen der Erwerb forstlichen und jagdlichen Wissens im Vordergrund sowie die Schießausbildung. "Dabei ging es weniger darum, zu wissen, aus welchem Metall die Gewehre waren, sondern um den richtigen Umgang mit ihnen", sagte Nickel. Im dritten Lehrjahr schließlich wurde der angehende Jäger in die eigentliche Praxis eingeführt. Hatte er diese dreijährige Lehrzeit einwandfrei hinter sich gebracht, wurde er von seinem Ausbilder oder Lehrherrn zum Jäger geschlagen. "Dabei ging es nicht um demütigende Rituale, sondern um den Hinweis, dass der frisch gebackene Jäger sich der Verantwortung seines Berufs bewusst ist", sagte Nickel. Heute sei dieser Brauch wieder aufgelebt. Allerdings habe die Wiederaufnahme in manchen anderen Jägervereinigungen zu demütigenden Auswüchsen geführt, die den Brauch in Verruf bringen. Nickels Kritik deckt sich mit Beiträgen in einschlägigen Jagdforen, in denen unter anderem moniert wird, dass der Jägerschlag vor allem Vorwand dafür sei, dass die frisch gebackenen Jäger durch übermäßigen Alkoholgenuss beweisen sollten, dass sie "ganze Kerle" seien oder selber Hasen apportieren mussten, wie etwa die Foren "Wild und Hund" oder "Jagdhundehalter" berichten."Der dritte Schlag soll dich verpflichten, nie auf Jägerehre zu verzichten."Aufforderung beim Jägerschlag. Im Gegensatz zu solchen Gepflogenheiten werde bei der Jägervereinigung Oberhessen Wert auf eine würdige Aufnahme in den Kreis der Jägerschaft gelegt. Anders als in der Vergangenheit hätten sich die Inhalte und die Ziele der Jägerschaft etwas geändert. Stand früher der pure Broterwerb im Vordergrund, so dominiere heute der Freizeitgedanke. Am verantwortungsvollen Handeln habe sich aber nichts geändert. Das fundierte Wissen um naturschützerische Zusammenhänge, jagd- und tierschutzrechtliches Wissen sei heute der Schwerpunkt. "Was die jagdliche Praxis angeht, danken wir Professor Fröhlich, in dessen Revier unsere Jungjäger ihre ersten Erfahrungen sammelten." Während des Rituals selbst legte Nickel symbolisch den Jägern das Waidmesser abwechselnd auf die linke und rechte Schulter und verpflichtete sie mit den Sprüchen "Der erste Schlag soll dich zum Jäger weihen," "Der zweite Schlag soll dir die Kraft verleih`n zu üben stets das Rechte" und "Der dritte Schlag soll dich verpflichten, nie auf Jägerehre zu verzichten" auf die Einhaltung waidmännischer Verhaltensregeln. Zum Jäger wurden geschlagen: Jens Pausch (Wettenberg), Dieter Krausch (Lich-Birklar), Adrian Kober (Grünberg-Reinhardshain), Uwe Philipp (Lollar), Jörg Kertzscher (Grünberg-Weitershain), Karl Schad (Laubach-Freienseen), Stefan Rauch (Reiskirchen-Ettingshausen), Lothar Jakob (Freiensteinau-Reichlos), Regina Schmidt-Lotz und Dr. Michael Lotz (Münzenberg), Arnold Lang (Hungen), Friederike Grimm (Herborn), Christopher Krausch (Lich-Birklar), Dörte Schötteldreier und Thorsten Neubüser aus Laubach-Gonterskirchen Giessener Anzeiger 02.03.2007 |
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