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Pressemitteilungen 2006

Wildschaden-Pauschalierung hat ihre Tücken

(30.06.2006)

Peter Conrad referierte in Grünberg über Problem und Lösungsmöglichkeiten - Geschädigten kann Mitschuld treffen

GRÜNBERG (st). Die Jägervereinigung Oberhessen hatte zu einer Vortragsveranstaltung mit dem Titel Ärgernis Wildschaden - Problem und Lösungsmöglichkeiten" in die Gallushalle in Grünberg eingeladen. Der erste Vorsitzende Helmut Nickel begrüßte die anwesenden Mitglieder der Jägervereinigung und interessierte Besucher.
Nickel stellte anschließend den Referenten, Peter Conrad vor, der lange Jahre als Jagdreferent für die Landesregierung in Rheinland-Pfalz tätig war und freier Mitarbeiter der Deutschen Jagdzeitung ist. Conrad wies zunächst darauf hin, dass der Vortrag nur eine geraffte Darstellung der relevanten rechtlichen Bestimmungen und ihrer Grundlagen sein könne, da das Thema sich auch "für ein einwöchiges Seminar eigne" und er sich daher beschränken müsse. Eingangs wurden die Rechtsgrundlagen des Wildschadensersatzes nach den Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches, des Bundesjagdgesetzes und des hessischen Landesjagdgesetzes erläutert. Danach wurden wichtige praktische Hinweise für den Ersatzpflichtigen, in der Regel der Jagdpächter, den Verpächter (meist die Jagdgenossenschaft), und auch den Geschädigten (der Bewirtschafter) gegeben. Viele Probleme lassen sich durch vernünftige Absprachen und vertragliche Vereinbarungen vermeiden, Jagdpächter sollten keine vertraglichen Regelungen unterschreiben, die über die Bestimmungen des Bundesjagdgesetzes hinausgehen. Beispiele: Ein Wildschadensersatz für andere Wildarten als Schalenwild (dazu gehören unter anderem Rot-, Reh- und Schwarzwild), Fasanen und Kaninchen sollte ebenso wenig übernommen werden wie ein Schadensersatz an so genannten Nebenbaumarten. Aber auch die Verpächter sollten im eigenen Interesse im Jagdpachtvertrag die Hauptbaumarten festlegen. Bei der Anmeldung des Wildschadens sind zwingende Vorschriften und Fristen zu beachten, deren Nichteinhaltung zu Ausschluss des Ersatzanspruchs des Geschädigten führen.
Den Geschädigten kann ein Mitverschulden treffen, wenn er etwa Abwehrmaßnahmen des Pächters gegen Wildschäden unwirksam macht oder durch Unterpflügen von Maisresten Schäden beim nachfolgenden Anbau, etwa Weizen, provoziert. Mitverschulden kann eine Minderung des Ersatzanspruchs nach sich ziehen. Wegen der Schwierigkeit der Ermittlung von Waldwildschäden und der damit verbundenen hohen Transaktionskosten bietet sich deren Pauschalierung an. Sie hat jedoch ihre Tücken: Dem Pächter darf der Nachweis nicht abgeschnitten werden, dass die tatsächlichen Schäden geringer waren als die Pauschale. Außerdem kann der einzelne Waldbesitzer, der einer Pauschalierung nicht zugestimmt hat, die Jagdgenossenschaft zur Zahlung des vollen Schadens heranziehen.
Vor allem bietet die Pauschalierung dem Pächter keinen Anreiz, waldverträglich zu jagen. Ein solcher Anreiz kann jedoch durch vertragliche Regelungen, etwa Kündigungsmöglichkeit bei schlechter Abschusserfüllung, geschaffen werden.


Giessener Anzeiger
30.06.2006

Jägervereinigung Oberhessen e.V. verloste Preise für Teilnehmer  an Umfrageaktion

(06.05.2006)

Übergabe an Preisträger im Schiess- und Jagdkino Wetzlar

Als Anreiz für die Teilnahme an einer Umfrageaktion zur Gestaltung der Vereinsarbeit hatte die Jägervereinigung Oberhessen e.V. im vergangenen Jahr drei Preise ausgelobt, die nun im Schiess- und Jagdkino Wetzlar-Münchholzhausen den Gewinnern überreicht wurden. Der Ort wurde nicht ohne Grund gewählt, denn immerhin hatte sich das Schiesskino mit einem Gutschein für eine kostenlose Nutzung der Anlage an der Aktion beteiligt.

Den 3. Preis erhielt Florian Spohr (Groß-Eichen) mit einer Einladung zu einer Drückjagd. Für den 2. Preis war ein kostenloser Begehungsschein für ein Revier im Vogelsberg vorgesehen. Hierfür wurde Hans-Dieter Brauns (Biebertal) ermittelt und der 1. Preis mit einem Gutschein zu einem kostenlosen Besuch des Schiesskinos ging an Heiko Lutz (Grünberg).

Die Preisübergabe erfolgte durch den 1. Vorsitzenden der Jägervereinigung Oberhessen, Helmut Nickel. Jürgen Crass und Reiner Dietrich (beide Schiess- und Jagdkino Münchholzhausen) gehörten zu den Gratulanten und stellten anschließend während einer kurzen Führung die Schießanlage vor.

Von links nach rechts:
Jürgen Crass, Florian Spohr, Hans-Dieter Brauns, Heiko Lutz, Helmut Nickel, Reiner Dietrich.

Vogelsberg Bote
06.05.2006

Jägervereinigung sieht sich durch Umfrage bestätigt

(29.04.2006)

64 Prozent: Jagdausübung aus Liebe zur Natur und wegen Übernahme von Verantwortung - 73 Prozent: Interessenver-tretung dringend erforderlich

GRÜNBERG (V). "Wir wollen niemandem vorschreiben, was er für richtig zu halten hat oder den Jägerinnen und Jägern ein Programm überstülpen, das an deren Vorstellungen vorbeigeht. Vor allem wollten wir erfahren, was Mitglieder von ihrem Verein erwarten und wie sie nach außen vertreten werden wollen." So begründet der Vorsitzende der Jägervereinigung Oberhessen, Helmut Nickel aus Grünberg, die Fragebogenaktion zur Gestaltung der Vereinsarbeit, deren Ergebnisse er jetzt vorstellte.
Die Teilnahme war nicht auf Mitglieder aus den eigenen Reihen beschränkt. Wer wollte, konnte auch anonym mitmachen. Fragen nach der persönlichen Motivation zur Jagdausübung, zur Einschätzung von Hemmnissen aus Politik und Gesellschaft, sowie deren mögliche Folgen bis hin zu Ansprüchen gegenüber dem eigenen Jagdverein galt es zu beantworten. Unter den Einsendern wurden attraktive Preise verlost.
"Im Wesentlichen haben uns die Ergebnisse bestätigt, dass wir programmatisch, sowie in der Setzung von Prioritäten den richtigen Weg eingeschlagen haben", so Nickel. Dass die Ergebnisse zum Teil noch wesentlich deutlicher ausfielen als erwartet habe ihn dabei besonders gefreut. So hatten bereits bei der Frage nach den Beweggründen zur Jagdausübung 64 Prozent der Einsender die Liebe zur Natur und Übernahme von Verantwortung geltend gemacht. Weitere 20 Prozent nannten das Gefühl. Neun Prozent machten gesellschaftliche Aspekte geltend. 58 Prozent der Teilnehmer waren sicher und 42 Prozent hielten es für möglich, dass in naher Zukunft gesetzliche Reglementierungen auf die Jägerschaft zukommen, die eine Jagdausübung weitestgehend erschweren. 44 Prozent Befragten waren auch sicher, dass die Abschaffung der Jagd fester Bestandteil im Programm einer im Bundestag vertretenen Partei ist. Weitere 52 Prozent hielten dies für möglich. 73 Prozent der Einsender hielten eine Interessenvertretung in der heutigen Zeit für dringend erforderlich. Diese Interessenvertretung wurde zu 59 Prozent vom Jagdverein erwartet, 23 Prozent sahen sie als Aufgabe des Kreisjagdberaters und 16 Prozent als Aufgabe der Hegegemeinschaften.
Bei den üblichen Sparten der Vereinsarbeit konnte eine Gewichtung zwischen sehr wichtig, wichtig, weniger wichtig und unwichtig vorgenommen werden. Hierbei standen wiederum die Vertretung von Interessen, Ausbildung und Informationen im Vordergrund, während die Bereiche Brauchtum und Geselligkeit wenig Zuspruch fanden. So entwickelte sich bei der Bewertung "sehr wichtig" durch die Gewichtung folgende Reihenfolge: Offensive Interessenvertretung (74 Prozent), konstante Öffentlichkeitsarbeit (65,9 Prozent), Jagdhundeausbildung (48,2 Prozent), Jungjägerausbildung (43,5 Prozent), regelmäßige Informationen (36,5 Prozent), jagdliches Schießen (18,8 Prozent), Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen (15,3 Prozent), Pflege jagdlichen Brauchtums (5,9 Prozent), gemütliches Beisammensein (3,5 Prozent) und Jagdhornblasen (1,2 Prozent).
Zum Schluss wurden die Befragten gebeten, Anregungen für die Vereinsarbeit zu formulieren. Nahezu alle Anregungen lassen sich alle auf den einen Punkt fokussieren: Die Jagdausübung und die damit verbundene Hege des Wildes und seiner Lebensräume der Öffentlichkeit näher zu bringen.Giessener Anzeiger




Jägervereinigung zeichnete Reporter des ZDF aus

(22.03.2006 )
GRÜNBERG (dos). Während der Jahreshauptversammlung der Jägervereinigung Oberhessen zeichnete Vorsitzende Helmut Nickel die beiden ZDF-Reporter Anne Bohnet-Waldraff und Oliver Koytek mit einem Ehrenpreis für herausragende Verdienste um den Naturschutz aus. Beide erhielten eine Urkunde, das Buch "Wilderer in Oberhessen" und eine Flasche Oberhessischer Apfelbrand als Sonderabfüllung für die Jägervereinigung.
Bohnet-Waldraff und Oliver Koytek hatten für die Reihe "ZDF.reporter" einen Beitrag zum Thema "Streit um die Jagd" gedreht und dabei, so Nickel in seiner Laudatio, "die Sachverhalte in vorbildlicher Weise ohne Einflussnahme oder eigene Kommentare korrekt und fair dargestellt". Schließlich sei die Erhaltung eines artgerechten und gesunden Wildbestandes das Anliegen der Jagdberechtigten, obwohl viele beim Stichwort Natur- und Artenschutz "in der Regel den Bambi-Retter, Nistkastenbauer oder Heckenschützer vor Augen" hätten.
Im Extremfall fühle sich der hartgesottene Jagdgegner als wahrer Artenschützer und nehme lieber das Aussterben einer Spezies in Kauf, als eine regulierende Jagdausübung anzuerkennen. Selbst Tierschutzorganisationen seien in ihren Aktionen teilweise fragwürdig und erhielten dafür erhebliche Spendengelder.
Ein Geschenk für besondere Verdienste um die Jägervereinigung erhielten Anja Müllenhoff, Andreas Kaletsch, Björn Ruppenthal, Helmut Bühn und Andreas Basselli. Anja Müllenhoff wurde in den Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit gewählt. Derzeit wird an der Erstellung einer verbesserten Homepage gearbeitet, die unter anderem auch eine Datenbank mit Adressen von Direktvermarktern von Wildbret enthalten soll. Der Mitgliederbestand hat 2005 einen rasanten Verlauf genommen und sich fast verdoppelt. Die Versammlung folgte dem Vorschlag des Vorstandes, den Mitgliedsbeitrag bei 40 Euro zu belassen und auf eine Aufnahmegebühr zu verzichten. Nach dem Kassenbericht von Horst Metzger berichtete Heinrich Sewin über den Stand seiner Klage vor dem Verwaltungsgerichtshof gegen die Erhebung der Jagdsteuer.

Giessener Anzeiger
22.03.2006

Ein Preuße ist 100. Mitglied bei den "Oberhessen"

(21.01.2006)
KREIS GIESSEN (rsl). Nachdem das alte Jahr mit einem Stand von 99 Mitgliedern abgeschlossen wurde, hatte der Vorstand der Jägervereinigung Oberhessen mit Spannung den nächsten Mitgliedsantrag erwartet. Schließlich war längst beschlossen, dass das 100. Mitglied geehrt werden sollte. Die Überraschung ließ nicht lange auf sich warten, denn der Mitgliedsantrag von Jürgen Frömmig aus Berlin ist bereits verbucht. "Ein Preuße bei den Oberhessen ist mal was anderes", war die spontane Reaktion des 1. Vorsitzenden der Jägervereinigung, Helmut Nickel.
Der Vorsitzende ließ es sich nicht nehmen, das Überraschungsmitglied in Berlin aufzusuchen, um ihm persönlich eine Urkunde zu überreichen. Nach Nickels Worten stellt die Mitgliedschaft eines Preußen in Oberhessen den seitherigen Verlauf der Geschichte auf den Kopf. Immerhin sei Oberhessen als ehemalige Provinz des Großherzogtums Hessen im Jahr 1866 dem Norddeutschen Bund beigetreten und somit ein Teil des alten Preußens geworden. Wenn nun umgekehrt ein Preuße zu den Oberhessen komme, sei dies nicht nur das Ergebnis der politischen Entwicklung der vergangenen Jahre, sondern auch eine besondere Anerkennung für die Jägervereinigung.
Darüber hinaus scheine der Beitritt von Jürgen Frömmig ein gutes Omen gewesen zu sein, denn in der gleichen Woche habe man ein halbes Dutzend weiterer Mitgliedsanträge entgegengenommen.

Giessener Anzeiger
21.01.2006

"Oberhessen" blasen zur Jagd auf den Fuchs

(05.01.2006)

Nickel: Drastisch gestiegene Population - Fast jeder zweite Fuchs im Landkreis Gießen vom Bandwurm befallen

KREIS GIESSEN (rsl). Zur Jagd auf den Fuchs bläst die Jägervereinigung Oberhessen. Denn nach ihrer Meinung gibt es zu viele Füchse und zu viele sind krank. Nachdem im Vogelsbergkreis sowie im Osten und Westen des Kreises Gießen Fälle von Fuchsräude aufgetaucht sind, sei es unumgänglich den Rotfuchs wieder flächendeckend und intensiv zu bejagen, appelliert der Vorsitzende der Jägervereinigung Oberhessen e.V., Helmut Nickel an die heimischen Jägerinnen und Jäger. Die Jägervereinigung will den Worten auch Taten folgen lassen und nimmt an einer revierübergreifenden Fuchsjagd teil. Jägerinnen und Jäger aus dem Kreisgebiet (auch Nichtmitglieder), die an einer Teilnahme interessiert sind, sollten sich bis zum 15. Januar beim Vorstand anmelden. Bevorzugt werden revierlose Jäger.
Das Auftauchen der Fuchsräude und das erneute Aufflackern der Tollwut sind nach Nickels Worten deutliche Folgen der drastisch angestiegenen Fuchspopulation. Zudem sei im Kreis Gießen etwa jeder zweite Fuchs vom Fuchsbandwurm befallen. Auch die oberste hessische Veterinärbehörde und die Weltgesundheitsorganisation warnten davor, dass sich die Wildtollwut wieder ausbreitet, wenn die Rotröcke nicht stärker reguliert würden. Deren Bestand sei inzwischen so stark angestiegen, dass die Tollwutimpfung per Impfköder nur noch rund 60 Prozent der Füchse erreiche. "Zu hohe Populationen sind immer der beste Nährboden für die Entstehung und für die Ausbreitung von Seuchen. Daraus folgert, dass eine Reduzierung des Fuchsbesatzes ein sicheres Mittel ist, um die Ausbreitung von Seuchen zu reduzieren oder gar zu verhindern. Ganz zu schweigen von dem erbarmungswürdigen Zustand, in dem sich die erkrankten Tiere befinden", fährt Nickel fort.
Immerhin suchten etwa 150 000 Rotfüchse in diesem Winter in hessischen Wäldern und Feldern nach Beute - sagar verstärkt in den Städten. Vor zirka 30 Jahren existierten in Hessen nur knapp 20 000 Füchse, aber noch zehnmal soviel Rebhühner und Feldhasen wie heute, rechnet Nickel vor.
Diese Zahlen bewiesen eindeutig, dass der Traum der Selbstregulierung des Fuchsbesatzes längst ausgeträumt sei. Der Fuchs sei ein besonders anpassungsfähiger Beutegreifer, der seine Nahrung überall finde. Als "Allesfresser" bedient sich Reineke nach Nickels Angaben auch an der Straße, wo er ganzjährig überfahrenes Wild vorfindet. Mülltonnen, Komposthaufen und weggeworfene Essensreste lockten die hungrigen Füchse sogar vermehrt in besiedelte Gebiete. Im Frühjahr und Sommer stünden dann Junghasen, Rehkitze und Bodenbrüter bevorzugt auf Reinekes Speiseplan. "Neben dem Seuchenschutz kommen daher zusätzlich noch die Aspekte Tierschutz und Artenschutz in Betracht", so Nickel.

Giessener Anzeiger
05.01.2006


 

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