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Pressemitteilungen 2005

 

In Wald und Flur grassiert die Fuchsräude

(01.12.2005)

Jägervereinigung Oberhessen warnt vor auffälligen Tieren - Krankheit ist auch auf Menschen übertragbar

REGION (rsl). An der Kreisgrenze Gießen/Vogelsberg wurden in den letzten Wochen bei auffälligen Füchsen drei Fälle von Fuchsräude diagnostiziert. In diesem Zusammenhang bittet der Vorsitzende der Jägervereinigung Oberhessen e.V., Helmut Nickel die Bevölkerung, jeglichen Kontakt mit zahm wirkenden Füchsen zu vermeiden und sofort den zuständigen Jagdpächter zu informieren. "Wenn Wildtiere ihre natürliche Scheu vor dem Menschen verlieren, ist Vorsicht geboten. Diese Tiere sind in der Regel krank und es besteht immer ein hohes Infektionsrisiko", warnt Nickel. Fuchsräude sei auf andere Säugetiere und auch auf Menschen übertragbar. Epidemieartige Ausbrüche seien seither jedoch lediglich bei sozial lebenden Tieren, wie Fuchs und Wolf festgestellt worden.
Die Gefahr der Infektion sollte jedoch nicht unterschätzt werden, denn Hunde oder Katzen könnten nach einem unbemerkten Kontakt mit einem erkrankten Fuchs auch ganze Familien anstecken, ohne dass dies zunächst bemerkt wird. Dies gilt auch für Kontakte mit Weidevieh. Um ein weitere Verbreitung der Räude zu unterbinden, sei es letztendlich auch eine moralische Verpflichtung für die Jägerinnen und Jäger, den Fuchs entsprechend scharf zu bejagen.
Auslöser für die Fuchsräude ist die so genannte "Grabmilbe" Sarcoptes scabiei. Die Sarcoptes-Milbe lebt in der obersten Hautschicht ihres Wirtstieres, wo sie sich von Zell- und Gewebsflüssigkeit ernährt. Weibliche Milben bohren Gänge in die Haut, in die sie ihre Eier legen. Ein Weibchen legt während seiner drei- bis vierwöchigen Lebenszeit etwa 50 Eier. Die Entwicklung vom Ei über ein Larven- und Nymphenstadium zum adulten Tier dauert etwa 10 bis 20 Tage. Ohne Wirt überlebt die Milbe maximal 18 Tage. Die Krankheit zeigt bei befallenen Füchsen kahle Stellen am Kopf und Körper, sowie ein schuppiges Hautbild. Die Tiere leiden unter einem starken Juckreiz und scheuern die befallenen Hautstellen auf. Dies wiederum führt zu Sekundärinfektionen. Außerdem geht mit fortschreitender Erkrankung eine zunehmende Abmagerung einher. Die Erkrankung verläuft bei Wildtieren tödlich.
Für infizierte Menschen und Haustiere gibt es Therapiemethoden. Nickel empfiehlt Tierhaltern, bei deren Tier ein Räudebefall festgestellt wurde, sich selbst sofort einer Therapie zu unterziehen. Giessener Anzeiger
01.12.2005

 


In Oberhessen wird Wild serviert

(03.11.2005)

KREIS GIESSEN (rsl). Nach den durchweg positiven Resonanzen aus Politik und Wirtschaft, den teilnehmenden Gastronomiebetrieben, sowie vom Verbraucher selbst, fühlt sich die Jägervereinigung Oberhessen e.V. in der Durchführung der zweiten Oberhessischen Wild-wochen bestärkt.
Der Start in die "2. Oberhessischen Wildwochen" findet am kommenden Samstag statt. Wie bereits im vergangenen Jahr gibt es im Kreis Gießen und im Vogelsbergkreis getrennte Eröffnungsveranstaltungen.
Die Aktion für den Vogelsbergkreis wird vormittags um 10 Uhr beim "Landhotel Gärtner" in Mücke-Flensungen gestartet. Dort ist vor dem Lokal ein Verkaufsstand eingerichtet, bei dem das Publikum schmackhafte Wildschweinbratwürstchen und Wildgulasch mit Bauernbrot genießen kann. Darüber hinaus betreuen die ortsansässigen Jäger einen Infostand über Wild und Natur, sowie über die Verwendung von Wildbret in der Küche. Eröffnet wird die Veranstaltung durch den 1. Vorsitzenden der Jägervereinigung Oberhessen, Helmut Nickel. Für die musikalische Umrahmung sorgen die "Hohltalbläser" mit ihren Jagdhörnern.
Im Kreis Gießen findet die Eröffnungsveranstaltung am Samstag um 17 Uhr im Restaurant auf dem Gießener Schiffenberg statt. Mit dabei sind der 2. Vorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes sowie die Weitershainer Jagdhornbläser.

Giessener Anzeiger
03.11.2005


"Drückjagd-Steuer" abgewendet?

Auf der Suche nach immer neuen Einnahmequellen ist der Erfindungsreichtum kommunaler Behörden fast unerschöpflich.

So kamen findige Köpfe im mittelhessischen Regierungsbezirk Gießen auf die Idee, die Durchführung von Drückjagden in Revieren, die von öffentlichen Straßen durchschnitten werden, antrags- und meldepflichtig zu machen.
Im Rahmen ihrer Verkehrssicherungspflicht waren Revierinhaber zwar bisher schon verpflichtet, in geeigneter Form Verkehrsteilnehmer auf die sich daraus ergebenden Gefahren aufmerksam zu machen. Dafür jedoch schien einigen Verwaltungsbehörden der dafür erforderliche Sachverstand der verantwortlichen Jäger unzureichend zu sein.
Statt dessen verlangten diverse Kreisverwaltungen, mindestens zwei Wochen vor einer geplanten Drückjagd die "Erteilung einer verkehrsrechtlichen Anordnung zur Sicherung des Straßenverkehrs bei Drückjagden" zu beantragen. Unter Hinweis auf § 45 StVO (Straßenverkehrsordnung) seien angeblich ausschließlich Mitarbeiter der Straßenmeisterei befugt, am Tag der Jagd die "Wildwechsel"-Schilder an geeigneten Stellen der durchs Revier führenden Straßen auf- und abzubauen.
Die dabei entstandenen Personal- und Sachkosten hatte natürlich der Organisator der Drückjagd zu übernehmen. Bei dieser geschilderten Vorgehensweise kamen schnell Rechnungen in Höhe von mehreren hundert Euro zusammen. Die vom Personalabbau betroffenen hessischen Straßenmeistereien wären sicherlich nicht problemlos in der Lage gewesen, landesweit bei allen Drückjagden die erforderliche Warnbeschilderung zu übernehmen.
DJZ-Leser und Jagdpächter Helmut Nickel von der Jägervereinigung Oberhessen wollte sich mit der kostenintensiven Genehmigungspraxis für Drückjagden nicht abgeben, sondern bat sowohl den LJV als auch den zuständigen Wirtschafts- und Verkehrsminister Alois Rhiel um Unterstützung. Dort war die sonderbare Genehmigungspraxis bis dahin nicht bekannt.
Unter Hinweis auf die Praxis in anderen Bundesländern empfahl LJV-Präsident Dietrich Möller dem Verkehrsminister eine Vereinfachung des Genehmigungsverfahrens. Letztlich auch, um der Schweinepest-Gefahr unbürokratisch begegnen zu können.
Recherchen der DJZ ergaben, dass das mittelhessische Genehmigungsverfahren für Drückjagden in den anderen Landesteilen weitgehend unbekannt war. Beim Landesbetrieb "HessenForst" haben sich die Verantwortlichen mit den hessischen Ämtern für Straßen- und Verkehrswesen arrangiert. Abgesehen davon, dass "HessenForst" seine Bediensteten in Seminaren besonders auf die Organisation von Drückjagden vorbereitet und dabei die Verkehrssicherungspflicht mit einbezieht, stellen die Landesförster ihre Warnschilder an gefährdeten Straßenabschnitten selbst auf. Dadurch wird die kostenintensive Beteiligung der Straßenmeistereien nicht erforderlich.
Jagdlichen Praktikern war sehr schnell bewusst, dass das umständliche Genehmigungsverfahren der Verwaltungs- und Straßenverkehrsbehörden die Drückjagden zur Reduzierung des Schwarzwildes eher verhindert als begünstigt. Spontanes Durchdrücken eines Maisfeldes im Sommer oder einer Dickung nach Neuschnee wären nach dieser umständlichen Regelung überhaupt nicht möglich.
Im Februar 2005 teilte Verkehrsminister Rhiel dem Vorsitzenden der Jägervereinigung Oberhessen, Helmut Nickel, schriftlich mit, dass er nach Rücksprache mit Polizei- und Verkehrsbehörden zu einer Kompromiss-Lösung gefunden habe, die den Jägern sicher entgegen komme.
Folgende Verfahrensweise soll nun angewandt werden: "...Unabhängig davon, wer Verkehrsschilder aufstellt, muss eine straßenverkehrsrechtliche Anordnung vorliegen und die Möglichkeit einer Überprüfung der korrekten Aufstellung durch die Straßenverkehrsbehörde, die Straßenbaubehörde oder Polizei gegeben sein. Die Anordnung kann im Rahmen einer Allgemeinverfügung erfolgen, solange sich diese auf Zeichen 142 StVO (Wildwechsel) mit Zusatzschild (Datum, ggfls. Uhrzeit) bezieht.
In dieser Allgemeinverfügung wird auf Antrag die Aufstellung der Schilder zunächst ohne Angabe von Ort und Zeit angeordnet. Der Antragsteller ergänzt die Angaben von Zeit und Ort, wenn diese feststehen und teilt sie unverzüglich der zuständigen Straßenverkehrsbehörde mit..." (Zitat Minister Rhiel).
Mit dieser Ministerentscheidung ist für die betroffenen Jagdpächter Mittelhessens zwar eine Verbesserung gegenüber vorher eingetreten, als optimale Lösung erscheinen die immer noch zwingend vorgeschriebenen verkehrsrechtlichen Anordnungen zur Sicherung des Straßenverkehrs bei Drückjagden keineswegs.
Abgesehen davon, dass vor Beginn der Drückjagdsaison bei den Kommunalverwaltungen immer noch ein Genehmigungsverfahren erforderlich ist, muss der Warneffekt durch die zusätzlich aufgestellten "Wildwechsel"-Schilder angezweifelt werden. Ob die Verkehrsteilnehmer dann auch noch die Zusatzschilder mit Datum und Uhrzeit im Vorbeifahren wahrnehmen und vor allem beachten, ist ebenfalls nicht sicher zu erwarten.
-wex-Quelle: DEUTSCHE JAGD ZEITUNG (DJZ) Ausgabe Juli 2005

Jäger zu dumm, ein Warnschild aufzustellen?

Jedem Autofahrer wird unterstellt, dass er im Falle einer Fahrzeugpanne oder bei einem Unfall in der Lage ist, das im Fahrzeug mitgeführte Warndreieck zweckbestimmt am Straßenrand aufzustellen und somit auf die Gefahrenstelle aufmerksam zu machen.

Bei der Jagd ist wohl alles anders. Denn die Straßenverkehrsbehörde des Vogelsbergkreises zum Beispiel unterstellt uns Jägern, wir seien für das Aufstellen von Warnschildern bei Drückjagden nicht ausreichend sachkundig. Kein Scherz! Nach Auffassung der Verwaltungsbediensteten können Verkehrsschilder nur von geschulten Personen aufgestellt werden, denn eine unsachgemäße Aufstellung birgt große Gefahren für die Verkehrsteilnehmer.

Die Jäger kennen ihr Revier - und natürlich auch die von Straßen durchschnittenen Wildwechsel. Sie wissen am besten, an welchen Stellen Warnschilder aufzustellen sind, um Wildunfälle bei Drückjagden weitestgehend zu vermeiden. Unter diesen Voraussetzungen dürften die Jagdleiter doch eigentlich ohne fremde Hilfe sachkundig genug sein, morgens Warnschilder aufzustellen und nach der Jagd wieder abzubauen!

Im Fachhandel sind beispielsweise dreibeinige Warnständer mit Warn-Schild für ungefähr 50 Euro erhältlich. Für jeweils 4,95 Euro lassen sich noch zwei leuchtfarbene Warnflaggen anschaffen, die - an dem Ständer befestigt - jeden Autofahrer auf eine außergewöhnliche Verkehrssituation aufmerksam machen. Diese Warnung würde meines Erachtens mehr beachtet, als die Wildwechsel-Schilder, an die die Verkehrsteilnehmer ohnehin gewöhnt sind.

Benötigen wir allen Ernstes ein aufwendiges Genehmigungsverfahren unter Beteiligung mehrerer Landes- und Kommunalbehörden, um eine Drückjagd durchzuführen, dort, wo eine Straße eine Gefährdung darstellen könnte?

In Deutschland scheint der Regelungsbedarf schier unermesslich zu sein. Zum Führen von Jagdwaffen sind Jäger ausreichend sachkundig, aber zum Aufstellen von Warnschildern erscheinen wir wohl zu blöd!

-Werner Exler-
Quelle: DEUTSCHE JAGD ZEITUNG (DJZ), Ausgabe Juli 2005

Tonlage ist von großer Bedeutung

(23.06.2005)

STOCKHAUSEN (ld).
Ein Seminar zum Thema Blattjagd, das vom Vorsitzenden der Jägervereinigung Oberhessen, Helmut Nickel (Stockhausen), organisiert wurde, veranstaltete die Fachzeitschrift "Wild und Hund". Geleitet wurde das Seminar im Landhotel Gärtner in Mücke von Klaus Demmel. Der erfahrene "Blattjäger" ist national und international bekannt als Jagdführer, wobei er auch schon für das bayrische und englische Königshaus tätig war. Zu Beginn der Veranstaltung, die aus einem Vortrag, einer Diaschau und einer praktischen Übung bestand, bedankte sich Nickel bei den Jägern und dem Referenten für die Teilnahme. Als besonderes Bonbon wurde am Ende eine Rehbockjagd unter der Führung Demmels verlost.
Nach den Ausführungen des Seminarleiters ist die Blattjagd eine erfolgreiche Jagd, die besonders bei der Bejagung von alten und heimlichen Rehböcken in der Brunftzeit angewendet werde. Hierbei ahmt der Jäger die Brunftlaute des weiblichen Rehwildes nach und versucht, so die Böcke anzulocken. Zum Blatten können neben dünnrippigen Buchenblättern und breitblättrigen Gräsern auch künstliche Instrumente verwendet werden. Demmel führte weiter aus, dass neben dem Standort auch die Tonlage von großer Bedeutung sei. In praktischen Vorführungen konnten die Teilnehmer die feinen Unterschiede der einzelnen Laute erkennen.
Weitere entscheidende Faktoren seien zum einen das Verhalten des Jägers sowie das Blattinstrument selbst. Hingewiesen wurde von dem Referenten auch auf den falschen Zeitpunkt und auf grobe Fehler, durch die dann ein Revier ganz schnell verblattet werden könne.

Giessener Anzeiger
23.06.2005

 

Daten und Fakten belegen: Jagd ist Naturschutz

Jäger entlasten öffentliche Haushalte jährlich um rund 40 Millionen Euro 

 

Rund 70.000 biotopverbessernde Maßnahmen und Projekte führen Jäger jährlich in Deutschland
durch und geben dafür fast 40 Millionen Euro aus. Dies sind Ergebnisse einer Studie, die vom DJV im
Rahmen der Kampagne "Leben braucht Vielfalt" des Bundesumweltministeriums 2002 durchgeführt
wurde, teilte der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) anlässlich des Bundesjägertages vom 22. bis
24. Mai in Münster mit. 
 
"Das private Naturschutz-Engagement ist nicht nur eine enorme finanzielle Entlastung der Öffentlichen
Hand", erklärte Constantin Freiherr Heereman, Präsident des DJV, "sondern auch der Beleg: Jäger
sind Naturschützer!". In rund 7.500 Revieren (10% der Reviere Deutschlands) wurden
Naturschutzmaßnahmen erfasst und von der unabhängigen Firma Öconsult ausgewertet. 
 
5.700 Streuobstwiesen - unentbehrliche Lebensräume für seltene Tierarten wie Fledermäuse,
Steinkauz und Wendehals - werden gemäß der Studie durchschnittlich pro Jahr von Jägerhand
angelegt. Darüber hinaus kaufen und pflanzen Jäger Sträucher für Hecken, die wichtige ökologische
Trittsteine in der Kulturlandschaft bilden. "Stellen Sie sich die chinesische Mauer vor. Fast genauso
lang, 6.000 km, ist die Hecke, die jährlich von Jägern angelegt wird", erläuterte der DJV-Präsident
weiter. 
 
Auch um Eisvogel, Zwergtaucher und Ringelnatter sorgen sich Deutschlands Jäger, der Beweis: Sie
schaffen jährlich über 4.000 neue Feuchtbiotope, die zusammen der Gesamtfläche der Insel Amrum
entsprechen. 
 
Aber nicht nur Spaten und Schaufel werden in deutschen Jagdrevieren eingesetzt. Nahezu 270.000
Nistkästen, größtenteils selbst gezimmert, hängen die Waidmänner jährlich auf - Kinderstuben für rund
800.000 Jungvögel. Unzählige Müllsäcke werden in rund 16.500 Säuberungsaktionen mit Unrat gefüllt
und abtransportiert, damit der Wald nicht zur Müllkippe verkommt. Außerdem gestalten Jäger im
Rahmen der Initiative LERNORT NATUR fast 130.000 Schulstunden um für Schulklassen und
Kindergruppen die Natur, meist vor Ort im Revier, erlebbar zu machen. 
 
 
DJV-Pressemitteilung
22.05.03

 


 

Oberhessen-Jäger fragen nach

Vereinigung erkundigt sich nach Meinungen und Wünschen - Preise als Dankeschön


KREIS GIESSEN (rsl). Die Jägervereinigung Oberhessen will ergründen, wie Jungjäger vertreten werden wollen, wo sie ihre Schwerpunkte sehen und was sie von ihrem Verein erwarten. Hierzu haben die Verantwortlichen eine Fragebogenaktion gestartet, die sich zunächst vornehmlich an Jägerinnen und Jäger richtet, deren Prüfung längstens zehn Jahre zurück liegt. Das Gesamtergebnis soll ver-öffentlicht werden. "Wir wollen niemanden vorschreiben, was er für richtig zu halten hat oder jemanden ein Programm überstülpen, das an den Vorstellungen vieler Jägerinnen und Jäger vorbeigeht", teilt der Vorsitzende der Jägervereinigung Oberhessen, Helmut Nickel, mit.
Die Kandidaten sollen zunächst einmal bekennen, was bei der Jagdausübung für sie im Vordergrund steht. "Liebe zur Natur", "das Gefühl etwas Gutes zu tun", "Übernahme von Verantwortung", aber auch provokative Aussagen, wie "gesellschaftliche Aspekte", oder "ich schieße gerne" sind hier die möglichen Antworten. Gefragt wird auch nach der Meinung über gesetzliche Reglementierungen und nach der Notwendigkeit einer Interessenvertretung für die Jagdausübenden.
Ganz genau will man wissen, auf welche Punkte in der Vereinsarbeit besonderen Wert gelegt wird. Hier sind zehn Kriterien vorgegeben, für die eine Gewichtung in "sehr wichtig", "wichtig", "weniger wichtig" oder "unwichtig" vorgenommen werden kann.
Als "Dankeschön" werden unter den Teilnehmer Preise verlost. Die Fragebogenaktion ist nicht auf die Mitglieder der Jägervereinigung Oberhessen e.V. be-schränkt. Nähere Infos sind aus dem Internet unter www.jaegervereinigung-oberhessen.de oder direkt von der Jägervereinigung unter Telefon 0172/6751601 zu bekommen.

Giessener Anzeiger
30.03.2005

 


Vorbildlich:  Ehrung bei Jägervereinigung

KREIS GIESSEN (hs). Zwei ganz besondere Ehrungen für herausragende Leistungen im Naturschutz
gab es anlässlich der Hauptversammlung der Jägervereinigung Oberhessen. Vorsitzender Helmut
Nickel zeichnete Johann Zimmer aus, der sich als Jäger aktiv um den Vogelschutz kümmert. Damit
hat er bereits vor 16 Jahren im Revier Lardenbach begonnen. Seitdem habe er über 200 Nistkästen
gebaut, die auch in den Revieren Stockhausen und Klein-Eichen aufgehängt wurden. Auch ein
"Starenprojekt" wurde von Johann Zimmer am Waldrandbereich in Aktion gesetzt. Damit soll die Zahl
der Larven im angrenzenden Wiesenbereich verringert und damit den Wildschweinen eine Delikatesse
entzogen werden, um Wildschäden zu verringern. Die Jagdgenossenschaft Launsbach hat in
vorbildlicher Weise umgesetzt, was der Gesetzgeber nicht nur vom Jäger, sondern auch vom
Jagdgenossen erwartet, die Schaffung von Äsungsflächen und von Lebensräumen für Wildtiere, und
zwar unabhängig von der Art und davon, ob ein jagdlicher Nutzen entsteht. So stellte die
Jagdgenossenschaft Launsbach bereits vor zehn Jahren ausreichende Wildäsungsflächen zur
Verfügung und beteiligt sich darüber hinaus in den letzten drei Jahren durch einen finanziellen
Rückfluss aus der Jagdpacht in der Anlegung von Deckungsflächen. Darüber hinaus werden durch die
Mitglieder der Jagdgenossenschaft die Äsungs- und Deckungsflächen kostenfrei bearbeitet. Für die
Jagdgenossenschaft Launsbach nahmen Jagdvorsteher Stefan Mandler und Jagdpächter Karl-Heinz
Göbel die Auszeichnung entgegen. 
Giessener Anzeiger
15.03.2005

 


Jägervereinigung mit erstem Jahr rundum zufrieden

KREIS GIESSEN (hs). Es war eine gelungene Premiere, die erste Hauptversammlung der Jägervereinigung Oberhessen nach ihrer Gründung im Mai vergangenen Jahres. Vorsitzender Helmut Nickel präsentierte den Mitgliedern in Reiskirchen eine positive Bilanz.
Nickel betonte, dass man angetreten sei mit dem Hauptziel, die Interessen der Jäger zu vertreten. Darunter verstehe man nicht nur die Durchsetzung von Forderungen, sondern auch die Beseitigung von Missständen sowie ein Angebot von Veranstaltungen, die der Ausübung des Waidwerkes und der Jägerschaft dienlich seien.
Das Thema "Verkehrssicherung bei Drückjagden" stand immer wieder im Mittelpunkt. Nickel verwies auf gestellte Anträge und Vorsprachen im zu-ständigen Ministerium in Wiesbaden. Dabei ging es stets um eine Entbürokratisierung. Dass die Vereinigung gute Arbeit leiste, zeige auch die Tatsache, dass andere Vereine erfolgreiche Veranstaltungen nachahmten. Ab sofort werde man in die Jungjägerausbildung einsteigen. Der erste Lehrgang wird Anfang April gestartet. Mit dem Schützenverein Ettingshausen ist man über-eingekommen, dass Mitglieder der Jägervereinigung Oberhessen hier ihre Gewehre einschießen können.
Am 22. April findet in der Gallushalle in Grünberg eine Info-Veranstaltung mit der Berufsgenossenschaft statt, und am 16. Juni ist von 18 bis 22 Uhr im Landhotel Gärtner in Flensungen ein Blattjagdseminar in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift "Wild und Hund" vorgesehen.
Horst Metzger verlas den Kassenbericht. Prüfer waren Klaus Schmitt und Karl-Heinz Göbel.
In den Ausschuss für Artenschutz, Naturschutz und Biotoperhaltung wurden Andreas Kaletsch, Jens Anders und Dietmar Volk gewählt. Hinzu kommen noch je ein Vertreter für die Hegegemeinschaft und den Bauernverband. Helmut Nickel und Andreas Kaletsch gehören dem Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit an, Obfrau für das Jagdhornblasen ist Inge Kleinschmitt-Metzger und Obmann für das Schießwesen Heiko Hennings. Dem Ausschuss für Jagdrechtsangelegenheiten gehören Lorenz Keil und K. Schmidt an. Als Vertreter der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer kommen Richard Bingel sowie Kreisjagdberater Prof. Dr. Alexander als beratende Mitglieder dazu. Von der Arbeitsgemeinschaft der Hegegemeinschaftsvorsitzenden ist noch ein Vertreter zu benennen.
Einstimmig beschloss die Versammlung die Empfehlung an die Untere Jagdbehörde, das Mandat für den Kreisjagdberater Herzog und für den stellvertretenden Kreisjagdberater Prof. Dr. Ernst Petzinger zu verlängern.

Giessener Anzeiger
14.03.2005

Minister dankt Oberhessen-Jägern

Petition zur Verkehrssicherung bei Treibjagden fand in Wiesbaden mehr als Beachtung

KREIS GIESSEN (rsl). "Was lange währt, wird endlich gut." Mit diesem Zitat kommentierte der Vorsitzende der Jägervereinigung Oberhessen, Helmut Nickel, in einer Pressemitteilung den Eingang eines Schreibens vom Hessischen Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung. Bereits im September 2004 hatte die Jägervereinigung Oberhessen e.V. eine Petition an den Minister gerichtet, um eine einheitliche, unbürokratische und vor allem bezahlbare Regelung für die Verkehrssicherung bei Treibjagden in Straßennähe zu erhalten.
In dem persönlichen Schreiben an Nickel bedankt sich der Minister für die Schilderung der Problematik. Er habe - so wörtlich - "das im Schreiben der Jägervereinigung Oberhessen geschilderte Anliegen zum Anlass genommen, in einer Dienstbesprechung zur Straßenverkehrssicherung mit den Regierungs- und Polizeipräsidenten sowie dem Hessischen Landesamt am 9. 12. 2004 mit dem Ziel erörtern zu lassen, eine praxisgerechte und möglichst unbürokratische Lösung zu finden."
"Nun geht es darum, die im Ministerium erarbeitete Verfahrensweise über die Regierungspräsidien in den Kreisverwaltungen umzusetzen. Das Ergebnis hat unsere Erwartungen jedenfalls noch übertroffen und wenn es zu Problemen mit der Umsetzung kommt, stehen wir wieder auf der Matte", berichtet Nickel weiter.
Nach Nickels Worten bleibt es zwar bei der Einholung einer Genehmigung, einer so genannten "Verkehrsrechtlichen Anordnung". Die müsse jeder einholen, gleich wer Schilder aufstelle. Diese Anordnung könne jedoch neuerdings im Rahmen einer "Allgemeinverfügung" erfolgen, solange sich diese auf das Zeichen 142 StVO (Wildwechsel) mit Zusatzschild (Datum und gegebenenfalls Uhrzeit) bezieht. Diese Allgemeinverfügung enthalte zunächst keine Angaben über Zeit und Ort. Der Antragsteller könne dann, wenn Zeit und Ort feststehen, dies der zuständigen Behörde mitteilen und nachmelden.
"Insgesamt bringt diese Regelung eine große Erleichterung mit sich und vor allem ent-stehen keine unkalkulierbaren Kosten", fasst Nickel zusammen. Allerdings müssten auch alle Verkehrsteilnehmer dem Schild "Wildwechsel" mehr Beachtung schenken. Vor allem dann, wenn dieses plötzlich an einem Ort an einer ungewohnten Stelle stehe.

Giessener Anzeiger
25.2.2005

 


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